Völker der Sonne - Azteken

Shownotes

Wir reisen ins Tenochtitlan des Jahres 1500: über Dämme und Kanäle, zu den Chinampas und auf den großen Markt von Tlatelolco. Wir begegnen Händlern und Kriegern, sprechen über Götter, Menschenopfer und fünf untergegangene Welten – und schauen uns an, wie aus den einstigen Neuankömmlingen im Tal von Mexiko innerhalb weniger Generationen die mächtigste Kraft der Region wurde.

Eine Reise durch Geschichte, Alltag, Mythen und Archäologie – und am Ende landen wir sogar bei den Drei ??? und dem Aztekenschwert.


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Literatur

Hanns J. Prem: Die Azteken. Geschichte, Kultur, Religion. 5., durchgesehene Auflage. C.H.Beck, München 2011. C.H.BECK Literatur Frances F. Berdan / Michael E. Smith: Everyday Life in the Aztec World. Cambridge University Press, Cambridge 2020. DOI: 10.1017/9781139031844. Cambridge Kenneth G. Hirth: The Aztec Economic World: Merchants and Markets in Ancient Mesoamerica. Cambridge University Press, 2016. Insbesondere Kap. 7: „Merchant Communities and Pochteca Vanguard Merchants“. Cambridge Susan Kellogg: A Concise History of the Aztecs. Cambridge University Press, 2024. Insbesondere Kap. 5: „Sex and the Altepetl: Gender, Sexuality, and Aztec Family Values“. Cambridge Frederic Hicks: „Subject States and Tribute Provinces: The Aztec Empire in the Northern Valley of Mexico“. In: Ancient Mesoamerica 3/1 (1992), S. 1–10. DOI: 10.1017/S095653610000225X. Cambridge

Museen, Institutionen und Onlinequellen

Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH) — verschiedene Materialien des INAH, Museo Nacional de Antropología, Museo del Templo Mayor und der Mediateca, unter anderem zu Piedra del Sol, Xipe Totec/Tlacaxipehualiztli, temalacatl, Chinampas, Tlaxcala und Ahuítzotl. Arqueología Mexicana — insbesondere Materialien zu Aztlán und Chicomoztoc sowie zum Chinampa-System. Mexicolore — unter anderem zur Gründungstradition um die Tochter Achitometls sowie zur Gesellschaft und Sklaverei der Mexica. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO): Chinampas Agricultural System — zum Aufbau und zur landwirtschaftlichen Nutzung der Chinampas. Metropolitan Museum of Art: Arts of the Ancient Americas — zu Tribut, Waren und materieller Kultur. National Geographic Education: Tenochtitlan — ergänzend zur Gründung Tenochtitlans und zum Adler-Kaktus-Motiv. Gran Diccionario Náhuatl, Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) — insbesondere zu Nahuatl-Begriffen und temalacatl.

Hinweis: Für diese Folge wurden auch englisch- und spanischsprachige Fachtexte, Museumsseiten und Datenbanken verwendet. Einzelne fremdsprachige Passagen wurden mithilfe von KI ins Deutsche übersetzt. Die verwendeten Informationen wurden anhand der jeweiligen Originalquellen geprüft.

Transkript anzeigen

00:00:06: Just another Geschichtspodcast von einer an der Realität gescheiterten Historikerin.

00:00:14: Awe Salü und guten Tag, willkommen im Strudel der Geschichte!

00:00:19: Hier ist Corinna und ich freue mich dass ihr wieder dabei seid.

00:00:23: eine kleine Vorwarnung Ich hatte die letzten Tage eine Erkältigung daher kann es sein das ich manchmal noch ein bisschen rauglinge aber nun bin gespannt auf unsere nächste Reise und gedanklich sitze ich schon in einem Flugzeug nach Mittelamerika.

00:00:38: Aber bevor wir endgültig losreisen, möchte ich mich erst einmal bedanken.

00:00:42: Und zwar bei Jan, Sarah und Barbara für jeweils einen Death in The Afternoon.

00:00:47: Hemmingway hat zu diesem Korrupted-Zwahl geschrieben man solle drei bis fünf davon langsam trinken.

00:00:54: Ich weiß aber nicht ob ich drei Death im Wiafte nun tatsächlich schaffen würde... ...und ich weiß auch nicht ob sich das ausprobieren möchte.

00:01:02: Aber vielen vielen Dank dafür!

00:01:05: Ihr habt ja fleißig abgestimmt, und deswegen befinden wir uns jetzt in einer neuen Reihe.

00:01:10: Auch wieder mit drei Teilen – und zwar über die Völker der Sonne!

00:01:14: Das heißt, wir werden uns in den nächsten drei Folgen mit den Azteken, den Inka- und den Maya beschäftigen.

00:01:21: Und diese Reihenfolge habe ich mir ausgesucht weil wir uns damit alphabetisch verarbeiten.

00:01:26: Chronologisch funktioniert das nämlich nicht ganz so einfach.

00:01:30: Die Geschichte der Maya beginnt sehr viel früher Aber Maya-Gesellschaften existierten auch noch zur Zeit der Aztecken und Inka.

00:01:38: Und an Ztecken & Inka sind sich zeitlich sogar ziemlich nahe, also machen wir es uns einfach.

00:01:45: Wir fangen im heutigen Mexiko bei A wie Azteken an Reisen dann weiter nach Südamerika zu den Inka und anschließend müssen wir wieder zurück nach Mittelamerika und dafür ziemlich weit zurück in der Zeit um bei den Maya zu landen.

00:02:00: Logistisch ein Albtraum aber zum Glück müssen wir keine Flüge buchen.

00:02:04: Mein allerersten Berührungspunkt mit den Azteken hatte ich tatsächlich durch eine Folge der drei Fragezeichen, nämlich durch die drei Frage Zeichen und das Aztecken-Schwert – wie der Zufall ist will, ist es meine Lieblingsfolge.

00:02:18: Ich glaube, dass ist tatsächlich die Folge, die ich am häufigsten gehört habe.

00:02:22: Das Spannende ist, dass sich jetzt durch meine Recherche zu den Aztheken plötzlich einiges vom historischen Kontext dieser Geschichte besser verstehe!

00:02:30: Natürlich geht das kleiner Spoiler im Grunde darum, dass die drei Fragezeichen versuchen dieses Azteken schwer zu finden.

00:02:37: Aber dabei wird auch immer wieder etwas über die Geschichte der Aztecken und die spanische Eroberung erzählt.

00:02:44: Und wenn man sich dann selbst intensiver damit beschäftigt ist es ziemlich spannend diese ganzen kleinen Dinge plötzlich einordnen zu können.

00:02:53: aber jetzt fangen wir erst einmal an!

00:03:02: Es ist früher morgen, wir befinden uns ungefähr im Jahr fifteenhundert.

00:03:08: Vor euch liegt ein riesiger See umgeben von Bergen und mitten in diesem See liegt eine Stadt Tenochtitlan.

00:03:18: Ihr nähert Euch über einen der langen Dämme die die Stadt mit dem Festland verbinden.

00:03:24: Neben Euch gleiten Kanus über das Wasser.

00:03:27: sie transportieren Menschen Lebensmittel und Waren in die Stadt Und je näher ihr kommt Desto größer wird sie.

00:03:35: Häuser, Straßen, Kanäle, Tempel.

00:03:39: Über Aqueducte wird frisches Wasser in die Stadt geleitet.

00:03:43: Im Zentrum erhebt sich ein gewaltiger Tempelbezirk mit dem Templomajor.

00:03:49: Menschen drängen durch die Straßen und über die Märkte.

00:03:52: Händler verkaufen Lebensmittel, Keramik Baumwollstoffe Schmuck- und kostbare Federn.

00:03:58: Waren aus ganz Mesoamerika gelangen hierher.

00:04:02: Hier leben Händler und Handwerker, Priester und Krieger, Bauern, Adlige und versklavte Menschen.

00:04:11: Und möglicherweise leben in Tenochtitlan und dem Unmittelbar mit ihr verbundenen Tlateloyko zu dieser Zeit weit über hunderttausend Menschen.

00:04:20: Manche Schätzungen gehen in Richtung zweihundertausend – eine riesige Stadt!

00:04:26: Und jetzt möchte ich dass ihr dieses Bild für einen Moment im Kopf behaltet….

00:04:30: das Wasser Die Karnos, die Märkte.

00:04:34: Die Tempel – all diese Menschen!

00:04:37: Denn ungefähr zweihundert Jahre vorher gab es diese Stadt noch nicht.

00:04:42: Die Mexika, die wir heute meistens unter dem etwas komplizierten Sammelbegriff Aztecan kennen, waren Neuankömmlinge im Teil von Mexico und aus einer Siedlung auf einer Insel in Texcoco seh wurde innerhalb von nicht einmal zwei Jahrhunderten das Zentrum einer der mächtigsten politischen Ordnungen Mesoamerikas.

00:05:05: Und genau da möchte ich heute anfangen, denn die Frage ist – wie zur Hölle ist das passiert?

00:05:11: Bevor wir verstehen können, wie aus diesem Neuankömmling irgendwann die mächtige Kraft in Zentral Mexiko wurde müssen wir uns erstmal erst anschauen wo wir hier eigentlich sind Denn Mesoamérica ist landschaftlich alles andere als einheitlich.

00:05:27: Innerhalb relativ kurzer Entfernungen kann sich durch die Höhe das Klima vollkommen verändern.

00:05:33: Vereinfacht kann man dabei zwischen verschiedenen Höhenstufen unterscheiden, der Tierra Cayente dem heißen Land in den tieferen Lagen, der tierra Templada in den mittleren lagen, dem gemäßigt land und der tiera Fria dem kalten land in den höheren lager.

00:05:54: Und ausgerechnet in diesem zentral-mexikanischen Hochland liegt das Gebiet, dass für unsere Geschichte entscheidend wird.

00:06:01: Das Teil von Mexiko.

00:06:03: Einen von Bergen und Vulkanen umgebendes Hochbecken mit einem System miteinander verbundener Sehen.

00:06:10: Und mitten in dem Sehensystem liegt der Texcoco See.

00:06:15: Genau dort haben wir gerade dennoch Titlern besucht.

00:06:20: Landwirtschaft ist in dieser Landschaft nicht überall einfach.

00:06:24: In den höheren Lagen kann beispielsweise Frost zum Problem werden.

00:06:28: Gleichzeitig bietet dieses System aber Ressourcen, Wasser und Transportwege Und die Menschen hier entwickeln ziemlich ausgeklügelte Methoden um diese Landschaft zu nutzen.

00:06:38: Auf die Chinampas kommen wir später noch zurück Und von Tinochtitlán aus erstreckt sich schließlich ein Reich das sich über weite Teile Mesoamerikas erstreckt Wobei Reich ist vielleicht schon das erste Wort, bei dem wir ein bisschen aufpassen müssen.

00:06:57: Denn... Wir dürfen uns das nicht wie einen modernen Staat mit einer hübschung geschlossenen Grenze auf eine Landkarte vorstellen!

00:07:05: Die sogenannte arztäkische Herrschaft war eher ein Flickenteppich.

00:07:09: Viele eroberte Städte und Herrschaften durften ihre eigenen lokalen Strukturen behalten so lange sie sich unterordneten und vor allem eines Taten Tribut zahlen.

00:07:20: Und dadurch strömten Lebensmittel Baumwolle, kostbare Federn, Edelsteine, Gold und andere Waren aus ganz unterschiedlichen Regionen nach Tenochtitlan.

00:07:30: Das Ganze war also kulturell und politisch unglaublich vielfältig – dieses Reich entstand durch Bündnisse, durch geschickten Umgang mit Ressourcen, durch Handel und Politik und natürlich durch Krieg und Gewalt wie immer!

00:07:46: Aber wir benutzen jetzt schon die ganze Zeit ein Wort das eigentlich erklärungsbedürftig ist Wer sind diese Azteken überhaupt?

00:07:55: Denn die Menschen, über die wir hauptsächlich sprechen, nannten sich selbst nicht einfach Aztecken.

00:08:01: Wir sprechen vor allem von den Mexika.

00:08:03: Der Begriff Azteaken hängt mit Astlan zusammen – einem mythischen Herkunftsort, von dem die Mexiker ihren eigenen Überlieferungen zufolge aufgebrochen waren!

00:08:15: Wo dieses Arztlahn gelegen haben soll oder ob wir überhaupt nach einem konkreten geografischen Ort suchen sollen, wissen wir nicht.

00:08:24: Die Quellenverorten ist irgendwo in einem fernen Norden und diese Herkunft war für Mexika offenbar so interessant dass es sogar eine spätere Erzählung gibt nach der Moctezuma der erste, der von fourteenhundertvierzig bis vierzehnhundertneunundsechzig regierte Menschen losschickte, um dieses Astlan zu suchen.

00:08:46: Wobei Expedition hier vielleicht ein falsches Bild hervorruft.

00:08:50: In der entsprechenden Überlieferung sollen keine Armeen oder Entdeckerlos marschiert sein Sondern Menschen mit besonderen religiösen bzw magischen Fähigkeiten die Astlannen erreichen sollten.

00:09:03: Und spätestens hier merkt man schon etwas das uns durch diese Folge begleiten wird.

00:09:07: Bei der frühen Geschichte der Mexika lassen sich Geschichte Erinnerung, Mythos und politische Selbstdarstellung.

00:09:15: Nicht immer sauber voneinander trennen!

00:09:18: Die Mexika kamen nämlich keineswegs in eine leere Landschaft.

00:09:22: Vor ihnen hatten hier bereits andere mächtige Kulturen existiert.

00:09:26: Besonders wichtig für das spätere Selbstverständnis der Mexika waren die Teutiken.

00:09:32: deren Machtzentrum Tula hatte seine Blütezeit lange vor den Tenochtitlan Und die Mexika griffen später immer wieder auf tolltäkische Tradition und Vorstellung zurück.

00:09:43: Das war nicht einfach nur, oh das finden wir schönes übernehmen wir!

00:09:48: Vergangenheit konnte auch Legitimation sein.

00:09:50: Wenn man selbst relativ spät in eine Region kommt, in der bereits alte Städte Herrscherztradition und mächtige Abstammungsgeschichten existierten ist es ziemlich praktisch sich genau diese Vergangenheid einzuschreiben Denn die Mexika waren tatsächlich spät an.

00:10:06: Kömmlinge im Tal von Mexico Andrerne Huatl, sprechende Gruppen lebten dort bereits und die Mexika mussten sich zunächst ihren Platz in einer ziemlich komplizierten politischen Landschaft erstreiten.

00:10:18: Und dann kommt eine Geschichte von der wahrscheinlich fast jeder heute schon einmal gehört hat – selbst wenn er nicht so bei dir als Ticken weiß!

00:10:26: Die Mexika ziehen also durch das Tal von Mexico und sind zu dieser Zeit alles andere als die mächtige Gesellschaft, die wir später kennenlernen werden.

00:10:35: Schließlich geraten sie in Abhängigkeit von Culhuasán einer alten und prästisch-strechtigen Stadt, die sich auf die Tradition der Tolteken beruft.

00:10:45: Die Mexika erhalten ein Gebiet bei Tiza Apan –.

00:10:49: mit der Zeit verbessert sich ihre Stellung offenbar.

00:10:53: Es kommt zu Kontakten und heiraten mit den Kulua und die Mexika beginnen sich sogar selbst als Kuluar Mexika zu bezeichnen.

00:11:02: Und dann passiert etwas bei dem wir wieder sehr deutlich daran erinnert werden, dass wir uns hier nicht einfach mit einer politischen Chronik befassen sondern mitten in der mythischen Gründungsgeschichte der Mexika stecken.

00:11:14: Denn der Überlieferung zur Folge verlangt ihr Gott Huizili Puhtli von ihnen die Tochter eines Herrschers von Kuluassan.

00:11:23: Die Mexika gehen also zu Achitumetel und bitten ihn um seine Tochter Und für Architomietel klingt das zunächst offenbar auch nach einer ziemlich guten Sache.

00:11:35: Seine Tochter soll eine besondere Stellung bekommen, in der Überlieferung gewissermaßen zur Gemahlen bzw.

00:11:42: Repräsentantin, wo sie liepochtliess werden.

00:11:46: Also gibt er ihnen seine Tochter und jetzt wird es etwas unangenehm!

00:11:51: Die Mexika opfern Sie – und nicht nur das.

00:11:54: Sie häuten die junge Frau und ein Priester zieht anschließend ihre Haut an Und als wäre an dieser Geschichte bis hierhin noch nicht alles genug eskaliert, laden die Mexika anschließend auch noch ihren Vater zu einer Zeremonie ein.

00:12:09: Achito-Metel kommt!

00:12:10: Er bringt Opfergaben mit.

00:12:12: Er betritt den zunächst dunklen Raum und bringt seine Gaben der vermeintlichen Gottheit dar.

00:12:18: Dann wird das Räucherwerk entzündet bzw.

00:12:21: der Raum erhält.

00:12:22: Und Achito Metl erkennt – Der Priester vor ihm trägt die Haut seiner Tochter was überraschenderweise jetzt nicht unbedingt zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Mexika und den Kulohassan beiträgt.

00:12:37: Arethometer ruft seine Krieger zusammen, die Mexika werden aus dem Gebiet vertrieben – genau diese Vertreibung führt sie in der Überlieferung schließlich weiter an die sumpfigen Gebiete des Texcocosés also genau dahin wo unsere Geschichte auch eigentlich hin will denn dort werden Sie schließlich das Zeichen sehen ihnen versprochen haben soll, den Adler auf dem Cactus.

00:13:03: Dort gründeten sie Tenochtitlern traditionell datiert auf das Jahr.

00:13:10: und wenn euch dieses Bild mit dem Adler irgendwie bekannt vorkommt schaut Euch einfach mal die mexikanische Flagge an!

00:13:18: Dieses mittelalterliche Herkunftsmotiv der Mexika ist heute mitten im Staatswappen Mexikus zu sehen spielt mit diesem Bild.

00:13:29: Das Nahuatl Wort Noctli bezeichnet die Frucht des Nopal Cactus, also die Kaktusfeige.

00:13:37: aus dieser ziemlich relativ unbedeutenden Siedlung wird dann ziemlich schnell etwas sehr viel größeres.

00:13:43: Anfangs waren die Mexika nämlich keineswegs die Herren des Tales.

00:13:47: sie standen unter der Vorharschaft der mächtigen Tepaniken von Azca Pozalko und mussten Tribut leisten.

00:13:55: Erst fürzehntundzwanzig verändert sich die politische Situation grundlegend.

00:14:00: Tinochtitlan verbindet sich mit Texcoco und Lacopa, gemeinsam besiegen sie Azca Pozaco.

00:14:08: Und aus diesem Bündnis entsteht das was wir heute meistens als Azteckenreich benennen – der Dreibund!

00:14:14: Die drei Städte teilen die Tribute und die politischen Macht allerdings nicht vollkommen gleichberechtigt.

00:14:20: Im Laufe der Zeit wird hier noch die Klaren innerhalb des Bündnisses immer dominanter.

00:14:26: Und jetzt haben wir endlich das Gebilde vor uns, dass innerhalb wie von weniger als hundert Jahren weite Teile Misoamericas unter seine Kontrolle bringen wird.

00:14:36: Aber damit stellt sich natürlich die nächste Frage – Wie lebt man eigentlich in so einer Stadt umgeben von einem See mit nicht-so viel bebaubaren Land aber zeitweise mit weit mehr als Hunderttausend Menschen?

00:14:54: Und wenn wir jetzt schon einmal in Tenochtitlan sind, dann machen wir etwas das ich persönlich bei Geschichte sowieso immer ziemlich wichtig finde.

00:15:01: Wir essen erst einmal etwas und dafür brauchen wir eine Zutat ohne die in der Welt der Mexika praktisch gar nichts geht.

00:15:09: Mais.

00:15:11: Mais war eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel.

00:15:14: er ließ sich trocknen und dadurch gut lagern und konnte auf vollkommen unterschiedliche Arten verarbeitet werden.

00:15:20: Man konnte daraus Breimachen, Tamales und natürlich Tortillas.

00:15:26: Zusammen mit Bohnen, Kürbis, Chili Tomaten und Amaranth bildete Mais die Grundlage der Ernährung Und Landwirtschaft war für die Mexika so wichtig dass verschiedene Gottheiten unmittelbar mit Mais Regen und Wachstum der Pflanzen verbunden waren Was ich dabei ziemlich spannend finde.

00:15:45: Die Ernährungen der Mexika War sehr stark pflanzlich geprägt Vegetarisch, das wäre zu viel gesagt.

00:15:52: Sie aßen durchaus Fleisch – es gab Tod, Hine und Hunde als domestizierte Tiere.

00:15:57: Außerdem wurde gejagt.

00:15:59: Gegessen wurden beispielsweise Kaninchen, Hirsch und Vögel Und natürlich spielte in dieser Stadt mitten im riesigen Sehnsystem alles eine Rolle was man aus dem Wasser holen konnte Fische Frösche Axolotel kleine Krebse Wasservögel Insekten und deren Larven und Eier.

00:16:19: Und jetzt kommt ein Lebensmittel, bei dem ich beim Lesen wirklich kurz hängen geblieben bin.

00:16:25: Tequil Chlaltel.

00:16:27: Aus dem Texcoco-See wurde eine blau-grüne Masse gesammelt getrocknet und unter anderem zu Fladen verarbeitet.

00:16:37: Und wenn euch das jetzt irgendwie bekannt vorkommt... Ja!

00:16:40: Wir sind gerade ungefähr bei Spirulina angekommen.

00:16:44: Die Mexika haben also nicht morgens ihren Spirulinasmovie getrunken Aber etwas sehr, sehr ähnliches stand tatsächlich auf dem Speiseplan.

00:16:53: Und wenn man sich das alles zusammennimmt merkt man wie vielfältig diese Ernährung eigentlich war!

00:16:59: Man kann eine Großstadt wie Tenochtitlern also ziemlich gut ernähren.

00:17:03: Man braucht halt eine Landwirtschaft die ziemlich gut an diese besondere Landschaft angepasst war.

00:17:09: und damit kommen wir zu etwas dass wir vorhin schon kurz erwähnt haben den Chinampas.

00:17:16: Und dafür steigen wir wieder in unser Kanu.

00:17:19: Wir verlassen Tenochtitlan und fahren hinaus über das Wasser, und dabei sehen wir etwas ziemlich merkwürdiges.

00:17:27: Überall um uns herum liegen langgezogenen grüne Flächen – darauf wachsen Mais, Bohnen, Kürbisse, Chili, Gemüse und Blumen.

00:17:37: Auf den ersten Blick sehen sie aus wie kleine Inseln sind sie aber nicht!

00:17:41: Das was wir hier vor uns sehen, sind Chinampas Und ich muss sagen, ich finde Chinampas ziemlich genial.

00:17:50: Denn wir müssen uns noch einmal vor Augen führen, vor welchem Problem die Menschen hier standen.

00:17:56: Tinochtitla lag mitten in einem See.

00:17:58: In dieser Stadt lebten unglaublich viele Menschen und all diese Menschen mussten jeden einzelnen Tag essen.

00:18:05: Man brachte also sehr viel landwirtschaftlich nutzbare Fläche Und wenn die Landschaft einem diese Fläche nicht einfach zur Verfügung stellt, dann macht man eben etwas ziemlich Konsequentes.

00:18:16: Man baut sie!

00:18:18: Wobei ich beim Lesen zunächst völlig falsche Vorstellungen davon hatte – Ich habe irgendwie an schwimmende Inseln oder sogar ein bisschen in Pfeilbauten gedacht.

00:18:27: So funktioniert eine Chinampa aber nicht.

00:18:31: Eigentlich handelt es sich um ein künstlich angelegtes erhöhtes Feld im flachen Wasser stark vereinfacht, denn das Ganze ist natürlich sehr viel komplexer.

00:18:41: Funktioniert es ungefähr so Zunächst grenzt man eine längliche Fläche im flachen Wasser ab Dann werden dort Schichten aus Wasserpflanzen, Schilf organischer Material und Schlamm aufgebracht.

00:18:53: Immer wieder wird näherstoffreicher Schlammen vom Grund der umliegenden Kanäle auf die Fläche geschaufelt bis das ganze schließlich über den Wasserspiegel hinaus ragt.

00:19:03: An den Rändern pflanzt man unter anderem Ahojoten beide, deren Wurzeln stabilisieren die Chinampa und helfen dabei zu verhindern dass einem das ganze gerade mühsam auf geschichtete Feld wieder in den See rutscht.

00:19:19: Und zwischen diesen langen Feldern bleiben schmale Kanäle.

00:19:23: Das heißt wir können mit unserem Kanu praktisch zwischen den Eckern hindurchfahren.

00:19:30: Und es hat noch einen weiteren Vorteil!

00:19:32: Die Pflanzen befinden sich ständig im Unmittelbaranee zum Wasser.

00:19:36: Gleichzeitig wird immer wieder nährstoffreicher Schlamm aus den Kanälen auf die Felder aufgebracht.

00:19:41: Dadurch entsteht ein unglaublich produktives landwirtschaftliches System.

00:19:45: Je nachdem, was angebaut wurde und wie man rechnet waren dadurch mehrere Ernten im Jahr möglich Und plötzlich versteht man ein bisschen besser, wie eine riesige Stadt mitten in einem See überhaupt ernährt werden konnte.

00:19:59: Aber eine Sache ist mir dabei noch wichtig.

00:20:01: Die Mexika haben die Chinampas nicht erfunden.

00:20:05: Das System ist im Becken von Mexiko bereits vor ihrer Zeit nachweisbar.

00:20:10: Die Mexika übernahm und erweiterten es aber in großem Maßstab, und nutzten das nicht nur für Landwirtschaft.

00:20:16: Durch Chinampas wurde sogar das bebaubare Stadtgebiet erweitert – auf dem so gewonnenen Land konnten Häuser und andere Gebäude entstehen.

00:20:25: Wenn wir also mit unserem kleinen Kanu hier entlang fahren, sehen wir eigentlich nicht einfach ein paar Felder.

00:20:31: Wir sehen einen Teil der Infrastruktur die es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass Tenochtitlan zu dieser riesigen Stadt werden kann.

00:20:39: Und diese riesige Stadt und ihre Bewohner.

00:20:41: schauen wir uns jetzt einmal genauer an!

00:20:47: Wir legen also mit unserem Kanu wieder an und gehen zurück in die Stadt.

00:20:51: Wenn wir verstehen wollen wie Tenochtitlan funktioniert müssen wir uns nun die Menschen anschauen, die hier leben Denn die Gesellschaft der Mexika war alles andere als egalitär.

00:21:02: Ganz grob und wirklich sehr grob können wir zunächst zwischen Adeligen und gewöhnlichen freien Menschen unterscheiden.

00:21:09: Dazu kommen aber noch verschiedene Gruppen, die irgendwie dazwischen oder daneben stehen – so einfach ist das aber insgesamt dann trotzdem nicht!

00:21:19: Also ganz oben stehen die verschiedenen Gruppen des Adels, die Pipiltiden.

00:21:25: Herkunft spielt eine enorme Rolle für Besitzender und gesellschaftlichen Rang.

00:21:31: Der größte Teil der Bevölkerung gehört allerdings zu den Nicht-Adlegen, den Mackehualtin.

00:21:39: Viele von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft andere sind Handwerker oder üben andere spezialisierte Berufe aus.

00:21:46: aber selbst diese Grenzen sind nicht vollkommen undurchlässig.

00:21:50: vor allem militärische Leistungen können gesellschaftlichen Aufstieg ermöglichen Und umgekehrt bedeutet Wohlstand nicht automatisch dass sie plötzlich zum Adel gehört.

00:22:00: Und eine Gruppe der Marke-Waltin ist besonders interessant.

00:22:05: Die Händler, oder genauer gesagt die Porthiker – die professionellen Händlern von denen einige über große Entfernungen reisten.

00:22:13: Denn sie waren keine Adelingen aber waren sie teilweise definitiv auch nicht.

00:22:19: Fernhändler konnten mit Luxusgütern wie kostbaren Federn, Jade und hochwertigen Textilien handeln und dadurch beträchtlichen Wohlstand erwerben.

00:22:28: Einige von ihnen bewegten sich dabei hunderte Kilometer, von denen noch die Kleine entfernt und erfüllten teilweise sogar politische und nachrichtendienstliche Funktionen.

00:22:38: Und damit entsteht eine ziemlich interessante Situation – du kannst reich sein ohne Adleg zu sein!

00:22:45: Das bedeutet aber wiederum automatisch nicht dass du deinen Reichtum genauso zeigen darfst wie ein Adleger Denn Kleidung, Schmuck und bestimmte Luxusgüter waren in der Gesellschaft der Mexika nicht nur einfach eine Frage von Kann ich mir das leisten?

00:23:00: Sie war noch Zeichen von Rangen und Status.

00:23:02: Man konnte also unter Umständen das Geld für bestimmte Dinge haben und gesellschaftlich trotzdem nicht den Rangen sehr einfach zu tragen.

00:23:10: Und genau solche Dinge finde ich immer spannend weil man daran merkt dass wir hier eben nicht einfach ein System von Reich und Arm haben.

00:23:18: Die Pochtelka leben teilweise sogar in ihren eigenen Vierteln haben eigene Zeremonien und organisieren sich innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft.

00:23:26: Und sie machen noch etwas anderes, weil diese Menschen ohnehin durch weite Teile des Reichs reisen, Waren transportieren andere Städte besuchen und Kontakte knüpfen eignen Sie sich natürlich hervorragend für einen kleinen Nebenjob – Spionage!

00:23:42: Händler konnten diplomatische Aufgaben übernehmen und Informationen aus anderen Gebieten nach Tenochtitlan zurückbringen was irgendwie praktisch ist.

00:23:52: Ich fahre mal eben ein paar Federn kaufen und gucke nebenbei, wie viele Soldaten die eigentlich da haben.

00:23:58: Und wenn wir uns jetzt auf dem Markt umschauen treffen, wären natürlich nicht nur Händler!

00:24:02: Wir treffen Adelige Bauern- und Handwerker, Priester... ...wir treffen auch gesellschaftliche Schichten mit unterschiedlichen Rechten, Pflichten und Privilegien….

00:24:12: …und wir treffen Menschen deren gesellschaftlicher Stellung auf den ersten Blick ziemlich eindeutig klingt – aber mich beim Lesen immer wieder erstaunt hat.

00:24:20: Die Sklaven oder auch Tlack-Kotin.

00:24:24: Und bevor wir darüber sprechen, müssen wir kurz unsere Vorstellung von Sklaverei aus dem Tropf bekommen – nicht weil es irgendwie schön gewesen wäre versklafft zu sein, natürlich nicht!

00:24:35: Sondern weil Sklavere historisch ganz unterschiedliche Formen annehmen kann.

00:24:39: und die Sklaver der Mexika funktioniert in einigen Punkten ziemlich anders als wir es vielleicht erwarten würden….

00:24:46: Man konnte zwar beispielsweise durch Schulden in Sklaverei geraten, Glücksspielschulden spielten dabei offenbar eine besondere Rolle.

00:24:53: Menschen konnten sich selbst für eine bestimmte Zeit oder sogar dauerhaft verfennen – auch Eltern konnten unter bestimmten Umständen ihre Kinder verkaufen.

00:25:02: Aber hier müssen wir einmal aufpassen was unser Kopf automatisch aus dem Wort Sklave macht!

00:25:08: Denn das System der Mexika funktioniert in einigen entscheidenden Punkten anders als beispielsweise die neu zärtliche Plantage-Sklaverei.

00:25:17: Der Status war nicht erblich.

00:25:19: Die Kinder eines Sklaven waren frei, ein Sklave konnte Eigentum besitzen sich unter bestimmten Umständen freikaufen.

00:25:27: und jetzt kommt etwas bei dem ich beim Lesen wirklich zweimal hingucken musste.

00:25:32: Ein Sklave könnte offenbar sogar selbst Sklave besitze und spätestens da merkt man okay mit unserer einfachen Vorstellung von frei auf der einen und Sklave auf der anderen Seite kommen ist besonders weit Denn ein Plakotili war eindeutig unfrei und seine Besetzer zur Arbeit verpflichtet.

00:25:53: Gleichzeitig bedeutet dieser Status aber nicht automatisch, dass diese Person vollständig aus allen familiären- und wirtschaftlichen Beziehungen herausgerissen wurde.

00:26:01: Und dann gibt es noch eine Regel bei der ich zunächst dachte – das kann doch nicht stimmen!

00:26:06: Offenbar gab es unter bestimmten Bedingungen sogar die Möglichkeit durch Flucht die Freiheit zu erlangen.

00:26:12: Unsere Quellen berichten davon in unterschiedlichen Varianten und deshalb möchte ich euch jetzt keine wunderbar absurde Gebrauchsanweisung aller in fünf einfachen Schritten aus der arztikischen Sklaverei geben.

00:26:24: Aber das Grundprinzip scheint tatsächlich existiert zu haben, dies besagte ihn etwa wenn ein Sklave auf dem Markt verkauft werden sollte hatte er das Recht wegzurennen.

00:26:34: erreicht er den Palast oder den Templimajor bevor er von seinem Besitzer oder dessen Sohn wieder eingefangen wurde war er frei Und bei Sklaven, die als besonders schwierig oder ungehorsam galten und verkauft werden sollten begegnen uns auch dieser hauferligen Hölz seinen Heizkragen, die unter anderem eine Flucht erschweren sollten.

00:26:54: Ich finde allein daran sieht man schon sehr schön warum es gefährlich ist ein Wort wie Sklave zu hören und automatisch anzunehmen dass wir damit bereits wissen wie das Leben dieser Menschen aussah.

00:27:05: Wissen wir nicht!

00:27:06: Wir müssen uns hier das historische System einzeln anschauen.

00:27:11: Aber hey Wir stehen ja eigentlich immer noch auf dem Markt.

00:27:13: Und was macht man auf einem Markt?

00:27:16: Natürlich kauft man was!

00:27:18: Bücher dürften hier für mich etwas schwierig werden, aber irgendein Souvenir wird sich doch wohl finden lassen und Auswahl haben wir definitiv.

00:27:26: Cortes beschreibt später voller Staunen Lebensmittel, Fisch, Bild, Baumwolle, Keramik, Holz, Baumaterial, Halbpflanzenfarben, Honig- und unzählige andere Waren.

00:27:39: Er behauptet sogar täglich sein mehr als sechzigtausend Menschen auf diesem Markt gewesen und berichtet von Aufsehern beziehungsweise Richtern, die den Handel überwachten.

00:27:48: Und Maße kontrollierten... Also gut!

00:27:52: Ich nehme eine Schüssel quasi das arztäkische Pondant zu.

00:27:56: ich war enthinn' noch Titel an Tasse.

00:27:59: Und jetzt haben wir ein kleines Problem.

00:28:01: Ich hab keine Pezos Was nicht weiter schlimm ist denn Pezos gibt es sowieso noch nicht.

00:28:08: Stattdessen können wir beispielsweise Kakaobohnen als Tarnungsmittel nehmen.

00:28:12: Und das finde ich großartig, denn Kakao ist hier nicht nur ein Lebensmittel – KAKAU IST GELD!

00:28:19: Wobei wir jetzt bitte nicht anfangen unsere Altersvorsorge in Kakaubohnen anzulegen und übrigens isst auch KAKAOBONE nicht einfach KAKABONEN.

00:28:28: Qualität und Herkunft spielen eine Rolle und für größere Werte könnten unter anderem Baumwoll-Textilien als Zahlungsmittel bzw.

00:28:36: Wertmaßstab blienen, wobei ein ganzer Baumwollenmantel für meine Schüssel dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben werde.

00:28:45: Und irgendwann verlassen wir den Markt wieder!

00:28:49: Ich möchte jetzt einmal weg von Kaisern beziehungsweise Tlatoani Kriegern Fernhandel und großen politischen Strukturen, denn Die meisten Menschen verbringen in normalen Dienstag nicht damit, ein Reich zu regieren.

00:29:04: Sie gehen nach Hause.

00:29:06: also machen wir das auch und damit landen wir bei etwas dass in historischen Darstellung wahnsinnig schnell untergeht der Familie und insbesondere Kindern.

00:29:21: Familie ist eine der grundlegenden Einheiten dieser Gesellschaft.

00:29:26: Männer und Frauen haben dabei unterschiedliche aber einander ergänzend verstanden Aufgabenbereiche.

00:29:32: Kinder wachsen von klein auf in diese Welt hinein.

00:29:35: Und hineinwachsen meine ich tatsächlich ziemlich wörtlich.

00:29:40: Kinder sollen lernen einen Beitrag zu leisten, arbeiten sich angemessen verhalten ihre Aufgaben innerhalb der Familie und der Gesellschaft erfüllen.

00:29:50: Susan Kellogg beschreibt als wichtige erziehungsideale Arbeit richtiges beziehungsweise regelkonforms Verhalten und Messigungen.

00:29:59: das heißt Kindheit ist hier nicht einfach eine lange Phase, in der man von allem Erwachsenenleben ferngehalten wird.

00:30:07: Kinder werden schrittweise an die Aufgaben herangeführt, die sie später übernehmen sollen.

00:30:14: Im Codex Mendoza einer Quelle aus der frühen Kolonialzeit finden sich Darstellungen der Erziehung von Kindern.

00:30:22: Mit zunehmendem Alter übernehmen Sie immer mehr Arbeiten und Lerntätigkeiten, wie sie für ihr späteres Leben brauchen Und die sind, wenig überraschend stark nach Geschlecht aufgeteilt.

00:30:33: Mädchen lernen unter anderem Spinnen und Weben und übernehmen Tätigkeiten im Haushalt.

00:30:38: Jungen werden beispielsweise an Arbeiten außerhalb des Hauses Landwirtschaft, Fischfang und andere Aufgaben herangeführt.

00:30:45: Das heißt natürlich nicht dass jeder Junge oder jedes Mädchen exakt den seinem Lebenslauf hat.

00:30:50: Wir reden über eine große Gesellschaft mit unterschiedlichen sozialen Gruppen, Berufen- und Lebensumständen Aber der Grundgedanke ist ziemlich deutlich.

00:31:00: Erziehung bereitet auf die Rolle vor, die ein Mensch später in seiner Gemeinschaft übernehmen soll.

00:31:06: Und dann gibt es etwas das ich persönlich auch wieder total spannend finde Denn die Mexika haben Schulen und zwar nicht nur für eine winzige Handvoll Menschen, die zufällig lesen und schreiben lernen sollen.

00:31:20: Formalisierte Erziehungen sind ein wichtiger Bestandteil dieser Gesellschaft.

00:31:24: Die Quellen nennen verschiedene Einrichtungen, von denen für uns vor allem zwei interessant sind.

00:31:30: Das Telpukkali und das Kaimakekkak.

00:31:35: Und jetzt findet man sehr häufig die einfache Erklärung Telpuchkalki für das normale Volk, Kaimekkak für die Arlingen.

00:31:46: Das ist als grobe Orientierung nicht völlig falsch aber natürlich es ist komplizierter!

00:31:55: Das Kaimikak ist besonders eng mit Tempe, Religion und der Ausbildung zukünftiger Eliten verbunden.

00:32:02: Dort werden Menschen auf Aufgaben im Priestatum in der Verwaltung, im Krieg und in der Führung vorbereitet.

00:32:09: Das Telpoch Kali das Haus der jungen Männer ist stärker mit einzelnen Stadtvierteln verbunden.

00:32:16: hier spielen körperliche Arbeit gemeinschaftliche Aufgaben und vor allem die militärische Ausbildung eine große Rolle.

00:32:24: sozialer Aufstieg und militärische Leistung, da war ich wirklich auch kiki.

00:32:33: Unternehmend gibt es noch andere Formen der Ausbildung zum Beispiel das Kui Kakali Das Haus des Gesangs in dem Musikgesang und Hans vermittelt werden und an den jungen und Mädchen teilnehmen können.

00:32:46: Und ich finde spätestens jetzt müssen wir mit einer Vorstellung aufräumen Denn wenn wir an Schule denken, denken wir automatisch an Mathe, Deutsch Geschichte große Pause vielleicht noch Sport.

00:32:58: Das ist hier nicht gemeint.

00:33:00: Erziehung, Religion Arbeit Gemeinschaft und Krieg lassen sich nicht sauber voneinander trennen.

00:33:06: Im Tepoch Kali bedeutet Ausbildung beispielsweise auch für die Gemeinsschaft zu arbeiten und den Krieg zu vorbereiten.

00:33:14: im Kalmekak gehören religiöses Wissen und religiose Pflichten unmittelbar zur Ausbildung und Schülerinnen nehmen an religiösen Zeremonien teil.

00:33:28: Die von Alfredo Lopez Austin zusammengestellten Texte Sahaguns berichten immer wieder von der Beteiligung junger Menschen aus diesen Schulen an festen, ritualen Arbeiten und öffentlichen Aufgaben.

00:33:43: Und genau an diesem Punkt müssen wir eigentlich aufhören über Schule zu sprechen Denn wir sind längst bei etwas anderem angekommen oder genauer gesagt Wir haben die ganze Zeit darüber gesprochen.

00:33:56: Die Religion Denn die Religion ist für die Mexika kein einzelner Bereich ihres Lebens.

00:34:06: Sie ist nicht etwas, das man einmal die Woche macht und danach geht man wieder nach Hause.

00:34:11: sie steckt in der Landwirtschaft In der Schule Im Krieg In der Politik In Geburt und Tod In der Frage wann Mais ausgesät wird Und letztlich sogar in der Frage Warum morgen früh überhaupt wie die Sonne aufgeht Und um zu verstehen, warum die Mexika Menschen opfern.

00:34:28: Warum Blut eine solche Bedeutung bekommt und warum Krieg und Religion so eng miteinander verbunden sind müssen wir zuerst verstehen in welcher Welt diese Menschen eigentlich glauben zu leben.

00:34:41: Diese Geschichte beginnt mit einer ziemlich unangenehmen Nachricht unsere Welt ist nicht die erste.

00:34:49: vier gab es bereits vor ihr und alle vier sind untergegangen.

00:34:55: Wir leben auf Nummer fünf.

00:34:57: Doch was ist eigentlich mit den vier Sonnen davor passiert?

00:35:01: Denn die Gegenwart der Mexika war die fünfte Sonne, Nahuí Olín, für Bewegung und diese Vorstellung ist tatsächlich auch materiell ziemlich eindrucksvoll überliefert.

00:35:13: wenn ihr schon mal die berühmte Piedra del Sol also den Stein der Sonne gesehen habt diesen riesigen Rundenstein, der heute im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko statt steht.

00:35:26: Dann habt ihr eine Vorstellung im Grunde schon einmal vor euch gehabt.

00:35:31: Im Zentrum befindet sich Nahui-Olin und die Ikonografie des Steins verweist auf den Mythos der fünf Sonnen also auf die Vorstellung verschiedener Weltzeitalter Denn für die Mexika war diese nicht die erste sie war die fünfte.

00:35:49: Die erste Sonne war Nahui Ozzolotl für Jaguar und wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, endet diese Welt nicht besonders angenehm.

00:35:59: Sie wird von Jaguaren vernichtet bzw ihre Bewohner werden von Jaguan gefressen.

00:36:05: Danach entsteht die zweite Welt unter Nahui-Ehitkattel.

00:36:09: Vier Wind auch dir hält nicht ewig!

00:36:11: Die wird von gewaltigen Winden zerstört.

00:36:14: Dann folgt Nahui Kuhaiwitl.

00:36:17: vier Regen.

00:36:17: und nein das ist leider kein gemütlicher Sommerregen.

00:36:21: Diese Welt geht in einem Feuerregen zugrunde.

00:36:24: Und schließlich haben wir Nahui Aytel, vier Wasser und diese Welt ändert durch eine gewaltige Flut.

00:36:30: Da musste ich beim Lesen kurz aufräuchen.

00:36:32: denn eine gewaldige Fluth die eine frühere Welt beziehungsweise die Menschheit vernichtet?

00:36:36: Kennen wir natürlich aus der Bibel mit Noah aber beispielsweise auch aus der griechischen Mythologie mit Drollkalion und Pyra die eine große Flut überlebten und mit der Zeus die Menschheid vernichtet hat.

00:36:51: Und jetzt verlassen wir die Geschichte der Mexika.

00:36:58: vor ein kurzer Moment, weil ich solche Sachen einfach unglaublich spannend finde.

00:37:02: Denn bevor jetzt jemand sagt Griechen-Mexika?

00:37:05: Kontakt!

00:37:05: Nein.

00:37:05: Nö.

00:37:08: Das bedeutet überhaupt nicht dass diese Geschichten miteinander zusammenhängen oder das hier irgendjemand die Geschichte von irgendeinem anderen übernommen haben muss.

00:37:16: Aber Ich finde es faszinierend wie häufig vollkommen unterschiedliche Kulturen auf ähnliche Bilder zurückgreifen, wenn sie davon erzählen wie eine Welt untergeht.

00:37:26: Wasser Feuer Dunkelheit Katastrophen.

00:37:29: Offenbar sind wir Menschen schon ziemlich lange ziemlich guter in uns auszumahlen wie alles ganz furchtbar schief gehen könnte.

00:37:36: Aber zurück nach Tenochtitlan.

00:37:38: Die gute Nachricht ist Wir leben im welt nummer fünf.

00:37:41: die schlechte ist auch für die gibt es keine ewigkeitsgarantie.

00:37:45: und damit kommen mir zu etwas das für das verständnis der religion der mexika wirklich wichtig ist Die Welt funktioniert nicht einfach von alleine.

00:37:53: Die Sonne geht nicht deshalb morgen wieder auf, weil sie das gestern auch gemacht hat.

00:37:57: Die kosmische Ordnung muss erhalten werden und zwischen Menschen und Göttern besteht dabei gewissermaßen ein Verhältnis von Gabenbe und Gegengabe.

00:38:06: Die Götter haben die Welt geschaffen – Sie erhalten sie!

00:38:09: Und die Menschen müssen ihrerseits etwas zurückgeben.

00:38:12: Und eine dieser Gaben ist Blut.

00:38:14: Sehr stark vereinfacht könnte man sagen... Menschen geben den Göttern Blut und Opfer, damit die kosmische Ordnung erhalten bleibt.

00:38:21: Damit diese Uni ihren Weg fortsetzt und damit das Leben weitergehen kann.

00:38:26: Aber – und das ist wichtig!

00:38:27: Das ist jetzt wirklich die sehr, sehr vereinfachte Version.

00:38:32: Wir haben es hier nicht mit einem kosmischen Automaten zu tun in dem man oben mal ein Herz reinwirft und unten kommt ein Sonnenaufgang wieder raus.

00:38:39: Opfer stehen in einem sehr viel größeren Zusammenhang von Gegenseitigkeit zwischen Menschen und Götter von Landwirtschaft und Fruchtbarkeit, von Krieg und Herrschaft, von Tod und Erneuerung.

00:38:51: Und von der Aufrechterhaltung der kosmischen Ordnung.

00:38:55: Damit kommen wir jetzt zu dem Teil auf den wahrscheinlich einige von euch schon gewartet haben – Menschenopfer!

00:39:02: Ja, die gab es wirklich.

00:39:04: Sie sind weder eine reine Erfindung der spanischen Eroberer noch ein moderner Mythos.

00:39:10: Das heißt nicht, dass wir jede Zahl und jede noch so grausige Geschichte aus dem spanischen Berichten einfach unbeprüft übernehmen sollen.

00:39:18: Gerade bei den Dimensionen und einzelnen Beschreibungen müssen wir koloniale Quellen kritisch lesen.

00:39:24: Aber die grundsätzliche Existenz von Menschenopfern steht nicht ernsthaft in Frage.

00:39:30: Wir haben schriftlich umbildliche Quellen Indigene Überlieferung Und archäologische Befunde.

00:39:36: Wenn wir verstehen wollen warum Menschen soll etwas tun dürfen wir nicht einfach mit unserer heutigen Perspektive draufschauen und sagen, naja die waren halt wahnsinnig brutal.

00:39:46: Denn damit haben wir überhaupt nichts verstanden.

00:39:50: Innerhalb ihrer eigenen Wertvorstellung hat Blut eine kosmische Bedeute!

00:39:55: Die Sonne bewegt sich nicht selbstverständlich jeden Morgen wieder über den Himmel – die Welt funktioniert nicht von alleine.

00:40:01: sie muss erhalten werden.

00:40:04: Menschen können den Götter in etwas zurückgeben durch Opfergaben, durch Rituale, durch eigenes Blut und eben auch durch das Leben anderer Menschen.

00:40:12: Und das macht das, was dem geopferten Menschen passiert für uns natürlich nicht weniger grausam!

00:40:20: Es erklärt aber warum diese Handlung innerhalb dieser Gesellschaft etwas vollkommen anderes bedeutet als für uns?

00:40:26: Eine Form des Menschen-Opfers die wahrscheinlich fast jeder mit den Aztecken verbindet ist die Entnahme des Herzens – und auch die ist nicht einfach eine spätere Horrorgeschichte.

00:40:36: Herzopfer sind bildlich und schriftlich als auch archäologisch zusammenbelegt.

00:40:42: Die klassische Beschreibung sieht ungefähr so raus, das Opfer wird auf einem Opferstein auf dem Rücken gelegt und von mehreren Personen fixiert.

00:40:50: ein Priester öffnet mit einem schneiden Messer insbesondere Feuerstein oder Obsidian den Brustkorb und entnimmt das Herz Und ich lasse an dieser Stelle bewusst die ganzen Geschichten darüber weg ob und wie die lange dieses Herz danach noch geschlagen haben soll Denn das brauchen wir überhaupt nicht, um das Ritual zu verstehen.

00:41:08: und zweitens landen wir dann sehr schnell bei medizinischen Spekulationen statt bei Geschichte.

00:41:15: Was für uns entscheidend ist?

00:41:16: Das Herz wird als Opfer dargebracht!

00:41:18: Und jetzt kommen wir zu einer Form des Opfers, bei der ich beim Lesen unmittelbar an Gladiatorenkämpfe denken musste.

00:41:24: Nicht weil es dasselbe wäre... ...es ist nicht.

00:41:27: Aber ihr werdet gleich verstehen warum diese Assoziation ziemlich nah liegt.

00:41:31: Es gab ein Fest Mit dem wunderschönen Namen, und ich entschuldige mich jetzt schon einmal für meine Aussprache.

00:41:41: Das Fest war Xipetotec gewidmet – einer Gottheit die unter anderem eng mit Fruchtbarkeit, landwirtschaftlichen Zyklen und der Erneuerung verbunden war.

00:41:50: In der Wissenschaft wird geschrieben, dass Saharun das Fest als Haltung von Menschen übersetzte und es mit dem Gelingen.

00:42:00: Ein Bestandteil dieses Festes war das sogenannte Gladiatorenopfer.

00:42:04: Dabei wurden gefangene Krieger an einen großen runden Opferstein gebunden, den Thema Laktel.

00:42:11: Der Begriff bezeichnet tatsächlich einen großen Runden Stein auf dem diese rituellen Kämpfe dann durchgeführt wurden.

00:42:18: und um euch das ein bisschen zu verdeutlichen machen wir jetzt etwas ausgesprochen Unangenehmes.

00:42:25: Stellt euch vor ihr seid dieser Kriegsgefangen!

00:42:28: Ihr werdet auf diesen großen Rundestein geführt.

00:42:31: Man bindet euch daran fest und dann gibt man euch eine Waffe.

00:42:36: Und für einen ganz kurzen Moment klingt das vielleicht sogar fair, ist es aber nicht.

00:42:42: Dann eure Waffe ist den Waffen eurer Gegner bewusst unterlegen.

00:42:47: Sie ist einer Trappe!

00:42:49: Das Museum National der Anthrobiologie beschreibt Waffen aus Holz, Papier und Federn.

00:42:56: Euch gegenüber stehen vollständig bewaffnete Krieger unter anderem Adler und Jaguar Krieger.

00:43:03: Andere Quellen beschreiben mehrere Gegner, die nacheinander gegen den Gefangenen antreten.

00:43:07: Ihr dürft euch also verteidigen!

00:43:09: ihr dürft kämpfen aber dieser Kampf soll euch nicht retten.

00:43:13: er ist Teil eures Opfers.

00:43:15: das ist kein Sportwettkampf mit der Regel wenn du nur gut genug kämpfs darfst du anschließend Hause gehen.

00:43:21: Das Ritual ist von Anfang an auf dem Tod des Gefangenes ausgerichtet.

00:43:26: Die Gefangenen wurden vermutlich in diesem ungleichen Kampf getötet bzw.

00:43:31: anschließend geopfert.

00:43:33: In anderen Quellen wird ausdrücklich die Herzextraktion und die anschließende Heutung nach dem Kampf beschrieben Und auch diese Haltung gehört übrigens wieder in diesen größeren religiösen Zusammenhang.

00:43:45: Xipethotek ist mit Fruchtbarkeit um den landwirtschaftlichen Zyklen verbunden.

00:43:51: Das Ablegen einer Alten und das Hervortreten einer neuen Haut lässt sich in diesem Kontext mit Erneuerungen und dem neuen Wachstum verbinden.

00:43:58: Das ist also wieder ein gutes Beispiel dafür, warum unsere vereinfachte Erklärung jetzt Tickenopfer Menschen damit die Sonne aufgeht irgendwann an ihre Grenzen kommt.

00:44:07: Religion Landwirtschaft Krieg Tod Und Erneuerungen greifen ineinander und Jetzt gibt es bei diesen Gladiatoren Opfern noch eine Geschichte, die ich euch erzählen möchte Nicht weil sie zeigt, wie diese Rituale normalerweise laufen.

00:44:21: Sondern gerade weil sie außergewöhnlich ist Es ist die Geschichte von Tlahuicole.

00:44:27: Tlauicole war ein berühmter Krieger der in den Gefangenschaften der Mexika geriet.

00:44:33: Die späteren Überlieferungen sind sich bei einigen Einzelheiten seiner Geschichte nicht einig und genau deshalb sollten wir sie auch nicht wie einen minutiösen Tatsachenbericht behandeln Aber...der Kern der Erzählung ist bemerkenswert.

00:44:48: Chloe Kohle soll als Krieger so beeindruckend gewesen sein, dass ihm Moctezuma der Zweite die Freiheit angeboten habe.

00:44:56: Und Chloe Kohles soll abgelehnt haben!

00:44:59: Der Überlieferung zufolge kämpft er anschließend sogar zeitweise auf Seiten der Mexika gegen deren Feinde.

00:45:06: Danach soll ihm er neue Möglichkeit gegeben worden sein entweder nach Hause zurückzukehren oder weiterhin im Dienst Moctizumus zu bleiben.

00:45:13: und auch das lehnte er ab Denn nach Hause zurückkehren, nachdem er als Krieger gefangen worden war, galt ihm der Erzählung zufolge als unearnhaft.

00:45:22: Dauerhaft für die Mexika kämpfen hätte aber wiederum bedeutet sich gegen seine eigene Heimatzustellen und deswegen soll er etwas anderes verlangt haben – den Tod auf dem Thema Laktal!

00:45:35: Die Überlieferung zur Folge trat Tlawi Kohle dort gegen mehrere Krieger an konnte einige seiner Gegner besiegen bzw.

00:45:42: verwunden, bevor er schließlich überwältigt und geopfert wurde.

00:45:46: Und gerade deshalb ist diese Geschichte so wichtig Denn manchmal findet man die Behauptung im besonders guter Gefangene hätte bei diesem Ritual einfach gewinnen und dadurch seine Freiheit erlangen können.

00:45:57: So einfach war es nicht!

00:45:59: Tlawih Kohles' Geschichte ist gerade deshalb erzählenswert weil sie als außergewöhnlicher Fall überliefert wurde.

00:46:06: Der normale Sinn dieses Kampfes bestand nicht darin, dem Gefangenen eine faire Chance auf Freiheit zu geben.

00:46:11: Der Kampf war bereits Teil seines Opfers und damit sind wir eigentlich schon mitten unserem nächsten Thema Warum besitzt deine Gesellschaft ein Ritual bei dem ausgerechnet gefangene Krieger eine so zentrale Rolle spielen?

00:46:27: Und warum hängen Religion gesellschaftliches Spristisch- und militärischer Erfolg bei den Mexikassoengen miteinander zusammen?

00:46:35: Dafür müssen jetzt den Tempebezirk für einen Moment verlassen und in den Krieg ziehen.

00:46:42: Denn woher kommen eigentlich all diese Kriegsgefangenen?

00:46:45: Dafür müssen wir jetzt einmal schauen, wie dieses Reich überhaupt funktioniert.

00:46:50: Und ich sage es direkt Es ist kompliziert.

00:46:54: Als ich mich durch die Geschichte der einzelnen Eroberungen gearbeitet habe hatte ich irgendwann ungefähr folgendein Druck Die Mexika erobern jemandem Dann wird Tribut verlangt dann wird irgendwo anders jemand erobert.

00:47:07: Dann erhebt sich jemand gegen die Herrschaft, dann muss dort wieder hinherhin und dann wird die Herrscher wieder hergestellt.

00:47:13: Währenddessen wird an einer anderen Stelle Krieg geführt, irgend ein Herrschaft verbündet sich mit irgendwem, jemand anderes wechselt die Seite... Und dann fangen wir gefühlt wieder von vorne an!

00:47:24: Und tatsächlich ist dieser Eindruck gar nicht so falsch Denn wenn wir vom Aztekenreich sprechen, dürfen wir uns darunter ja nicht unbedingt einen Staat vorstellen wie wir ihn heute auf einer Landkarte einzeichnen würden.

00:47:34: Eine große geschlossene Fläche die überall von derselben Verwaltung kontrolliert wird.

00:47:39: Das Reich des drei Bundes aus Tenochtitlern, Texcoco und Schlagcopan funktioniert wesentlich indirekter.

00:47:46: Viele unterworfende Städte behalten ihre eigenen Herrscher und ihrer eigenen politischen Strukturen Solange sie die Oberherrschaft des drei Bundes anerkennen und vor allem solange sie Tribut bezahlen.

00:47:58: Und dieser Tribut ist unglaublich wichtig!

00:48:01: Lebensmittel, Baumwollstoffe, Kakao, Federn, Edelsteine, Gold und zahlreiche andere Waren gelangen aus den unterworfenen Gebieten ins Zentrum des Reiches.

00:48:10: Wir haben das vorhin auf unserem Markt in Tlateloco eigentlich schon gesehen.

00:48:15: Diese riesige Stadt lebt nicht nur von dem was unmittelbar um sie herum produziert wird.

00:48:20: Das reicht, zieht Ressourcen aus sehr unterschiedlichen Regionen nach Tinochtitlern.

00:48:25: Und das erklärt auch warum militärische Macht so wichtig ist.

00:48:28: Wenn ihr einen lokalen Herrscher im Amt lasst statt sein gesamtes Gebiet unmittelbar selbst zu verwalten dann müsst ihr dafür sorgen dass dieser Herrschers auch weiterhin das tut was ihr von ihm verlangt.

00:48:39: und wenn er das nicht mehr tut?

00:48:41: Nun ja!

00:48:42: Dann kommt es her wieder.

00:48:44: Das heißt das Reich wächst nicht einfach immer weiter und bleibt dann ordentlich so liegen.

00:48:49: Es wird erobert, konsolidiert.

00:48:51: Tribut wird organisiert.

00:48:53: Widerstand entsteht.

00:48:55: Herrschaft muss erneut durchgesetzt wären.

00:48:57: Während gleichzeitig an anderen Grenzen schon die nächste Expansion stattfindet und manche Gebiete lassen sich überhaupt nicht unterwerfen.

00:49:05: Tlaxcala zum Beispiel Die Tlaxsaltecan bleiben unabhängige Gegner der Mexika.

00:49:14: Die Ina beschreibt sogar eine fast sechzigjährige wirtschaftliche Blockade Tlaxcalas durch die Mexika bis zur Ankunft der Spanier.

00:49:23: Und genau deshalb gefällt mir im Nachhinein dieses Bild eines riesigen sauberen, eingefärbten Arzticken reichs auf einer modernen Karte eigentlich immer weniger.

00:49:33: Denn es sieht viel stabiler aus als dieses politische Gebilde tatsächlich funktioniert.

00:49:38: Eigentlich haben wir ein Netzwerk aus Städten, Herrschand, Rebutflüchtigegebieten, Verbündeten und Gegnern.

00:49:44: Tenochtitlan setzt im Zentrum und versucht, dieses System zusammenzuhalten und gleichzeitig immer weiter auszudehnen.

00:49:51: Die Forschung unterscheidet dabei sogar zwischen unterworfenen Staaten und eigentlichen Tributprovinzen.

00:49:56: deren Grenzen mussten keineswegs miteinander übereinstimmen Und damit bekommt der Krieg gleich mehrere Funktionen Er erweitert den politischen Einfluss, er sichert Tribut-und Handelswege, er schlägt Widerstand nieder, er bringt einzelne Kriegern prästisch und die Möglichkeit zum gesellschaftlichen Aufstieg Und er bringt Gefangene.

00:50:17: Und spätestens hier schließt sich der Kreis zu dem, worüber wir gerade gesprochen haben Denn Krieg und Religion sind bei den Mexika eben nicht zwei völlig voneinander getrennte Dinge.

00:50:27: Die Gefangenen die wir auf unserem Opferstein gesehen haben müssen irgendwo herkommen.

00:50:32: Auch bei den Herrschern selbst fällt mir beim Lesen immer wieder so eine Art Wellenbewegung auf.

00:50:37: Natürlich funktioniert das nicht bei jedem Tlaturni nach demselben Schema.

00:50:42: Aber immer wieder sehen wir Phasen enormer Expansion und danach Phasien in den Herrschaft gesichert, Aufstände niedergeschlagen.

00:50:50: Und bereits eroberte Gebiete wie der Unterkontrolle gebracht werden müssen.

00:50:54: Ein ziemlich schönes Beispiel dafür sind zwei Brüder die unmittelbar nacheinander regierten.

00:50:59: Tizok und Ahohizotel.

00:51:03: Titzok kommt aus dem Jahr fourteenhundertundachtzig an die Macht und militärisch läuft es nun ja nicht besonders gut!

00:51:11: Das ist jetzt wohlgemerkt die Perspektive einer Gesellschaft, in der von einem herrscher erfolgreiche Kriegsführung erwartet wird.

00:51:18: Ungemessen daran gilt T-Stocks Regierungszeit tatsächlich jetzt ziemlich erfolglos.

00:51:23: Er erweitert das Reich kaum und muss sich stattdessen unter anderem mit Aufständen in bereits beherrschen Gebieten beschäftigen.

00:51:30: Einer seiner Feldzüge soll laut einer späteren Quelle sogar damit geändert haben dass er mit gerade einmal vierzig Gefangenen zurückkehrte während er dreihundert eigene Krieger verloren hat.

00:51:40: Nach gerade einmal fünf Jahren ist Tis auch tot.

00:51:44: Wahrscheinlich keines natürlichen Fotos, die Quellen überliefern den Wagenverdacht dass er vergiftet beziehungsweise ermordet wurde.

00:51:56: Wer genau dafür verantwortlich ist, ist allerdings nicht ganz sicher.

00:52:01: gemunkelt wird das es sein Bruder war.

00:52:03: und fourteenhundertsechsohnachzig folgt ihm dann seinen Bruder Ahui Zuttle Und damit schlägt das Pendel ziemlich deutlich in eine andere Richtung.

00:52:13: Ahui Zothil beginnt praktisch sofort, damit verlorene Kontrolle wieder herzustellen.

00:52:18: Gebiete die sich nach Tysauks Tod erhoben haben werden erneut unterworfen und anschließend expandiert dieses Reich wieder massiv.

00:52:26: Genau dieses hin-und-her finde ich eigentlich viel spannender als euch sämtliche Feldzüge aufzuzählen Denn auf einer Karte sieht ein Reich immer so schön fertig aus Hier ist hier noch Titlarn Hier ist das Erstickenreich Fertig.

00:52:39: Aber so funktioniert Herrschaft natürlich nicht.

00:52:42: Ein Herrscher erobert neue Gebiete, der Nächste muss versuchen sie zu halten.

00:52:46: Irgendwo gibt es einen Aufstand also muss das Gebiet wieder unterworfen werden.

00:52:49: gleichzeitig wird an einer anderen Stelle weiter expandiert.

00:52:52: dann gibt es eine militärische Niederlage ein tributpflichtiges Gebiet nutzt die Gelegenheit und rebelliert.

00:52:57: Dann kommt der nächste Herrschers und versucht die Macht wieder herzustellen Erobern konsolidieren verlieren zurück erobern weiter expandieren.

00:53:04: Und wenn man die Geschichte dieses Reiches liest, begegnet einem diese Bewegung immer und immer wieder.

00:53:10: Und dann passiert fifteenhundertneinzehn etwas, dass dieses ohnehin ständig in Bewegung befindliche politische Systeme immerhalb von zwei Jahren völlig verändern wird.

00:53:19: Hernán Cortés landet an der mexikanischen

00:53:22: Küste.".

00:53:26: Und jetzt könnte ich natürlich eine komplette Folge über die Erobero Mexikus machen.

00:53:31: Machen wir heute aber nicht!

00:53:33: Man könnte das Ganze allerdings auch in einem einzigen Satz zusammenfassen Cortes kommt an, tut sich mit diesen einen da zusammen.

00:53:39: Die Azteken auch nicht so mochten.

00:53:41: es gibt Aufstände dann kommen die Pocken und dann waren alle tot.

00:53:45: So Ende der Folge.

00:53:48: Nee, machen wir auch nicht.

00:53:50: Das wäre vielleicht ein kleines bisschen zu stark vereinfacht vor allem weil diese Einen da tatsächlich ziemlich wichtig sind.

00:53:56: Ich kann meinen sie sind nämlich vor allem die Tlaxkaltech Und das Schöne ist die Kennmischon.

00:54:02: Denn erinnert ihr euch an dieses ständige Oberkonsolidierenaufstand zurückerobern, von dem ich gerade erzählt hab?

00:54:08: Ja genau.

00:54:09: Und daran, dass es Gebiete gab die Mexika trotz aller Versuche eben nicht unter ihre Kontrolle bringen konnten?

00:54:15: Ah, genau!

00:54:15: Die Tlaxcala ist eins davon und diese bestehenden Konflikte werden für Cortes unglaublich wichtig denn als er fifteenhundertneunzehn an der mexikanischen Küste landet trifft er eben nicht auf.

00:54:29: die Spanier auf der einen und die Ärzte Helken auf der anderen Seite.

00:54:34: Er kommt in eine politische Landschaft voller verschiedener Städte, Herrschaften, Bündnisse Abhängigkeiten und Feindschaften – und zunächst kämpfen die Tlax-Kaltheken übrigens sogar gegen die Spanier.

00:54:46: Erst danach verbünden sie sich mit Cortes!

00:54:49: Und damit wird aus meiner etwas bescheuerten Zusammenfassung Cortes tut sich mit diesen Einen da zusammen etwas historisch ziemlich entscheidend ist.

00:55:01: Auf der Seite von Quartests kämpfen zahlreiche Indigene Verbündete mit ihren ganz eigenen Interessen und ihren ganz eignen Gründen gegen die Mexika vorzugehen.

00:55:12: Und dann kommt noch etwas dazu, dass ich in meiner hochwissenschaftlichen Einsatzzusammenfassung mit Dann kommen die Pocken abgehandelt habe Die PockEN!

00:55:21: Fünfzehnhundertzwanzig breitet sich eine Epidemie aus und trifft eine Bevölkerung, die gegen diese Außerupper eingeschleppte Krankheit keine vorherige Immunität besitzt.

00:55:31: Unter den Pfoten ist sogar Quittila Huac der Moctezuma als Herrscher Nachfolgte.

00:55:38: Gleichzeitig läuft der Krieg weiter Und auch der verläuft keineswegs so, dass Cortes nach Techno-Titlan spaziert und zwei Jahre später gewonnen hat.

00:55:47: Fünfzehnhundertzwanzig werden die Spanier und ihre Verbündeten zunächst unter schweren Verlusten aus Tenochtitlan vertrieben.

00:55:54: Sie kommen allerdings zurück – und diesmal beginnt eine systematische Belagerung!

00:55:58: Die Versorgung wird immer schwieriger, die Wasser zuvor wird unterbrochen, Hungerkrankheit und Krieg treffen die Menschen gleichzeitig….

00:56:06: und schließlich kämpfen sich die Angreifer immer weiter durch die Stadt.

00:56:09: Bis nach Tlatilolco kennen wir ebenfalls, das ist der Ort an dem wir vorhin noch auf den Markt gestanden haben wo Händler ihre Bahn verkauft haben, wo wir unsere Kakaobohnen ausgegeben haben, Wo Menschen aus ganz unterschiedlichen Teilen dieser Gesellschaft aufeinander getroffen sind Und jetzt im Sommer Tlatilolco, zu einem der letzten Orte des Widerslandes.

00:56:38: Am thirteenthen August fünften hat einundzwanzig wird schließlich Kuaotimok, der letzte Herrscher von Tenochtitlan gefangen genommen und damit ist die politische Herrschaft Tenochtitlans gebrochen wobei wir bei meiner ursprünglichen Zusammenfassung noch einen Fehler korrigieren müssen.

00:56:55: und dann waren alle tot.

00:56:57: natürlich nicht Die Mexika verschwinden nicht einfach.

00:57:00: Die Menschen leben weiter, Nahuatl wird weiter gesprochen und Traditionen, Wissen und kulturelle Praktiken bestehen weiter und verändern sich unter der spanischen Kolonialherrschaft.

00:57:10: Was fifteenhundertundzwanzig endet ist nicht plötzlich die Existenz eines Volkes.

00:57:16: es ändert die politische Vorheirschaft Techno-Titlanz Und auf den Ruinen der Stadt entsteht das koloniale Mexiko statt und damit sind wir eigentlich wieder genau dort angekommen wo diese Folge für mich persönlich angefangen hat, bei einem Schwert.

00:57:34: Dem Aztecne-Schwert.

00:57:36: in dieser Geschichte der Dreifragenzeichen besitzt die Familie Alvaro eine alte Familienlegende.

00:57:42: Einer ihrer Vorfahren soll zur Zeit der Obero Mexikos Hernan Cortes geholfen haben.

00:57:48: als Dank soll Cortes ihm ein kostbares Schwert geschenkt haben und dieses Schwert verschwindet einfach!

00:57:54: Und Jahrhunderte später machen sich Justus Peter und Bob auf die Suche danach.

00:57:59: Das ist natürlich keine historische Überlieferung über Chortest, das ist die Geschichte der drei Fragezeichen.

00:58:05: Aber ich finde es irgendwie schön, dass wir wieder genau dort ankommen.

00:58:08: Als Kind habe ich diese Geschichte wahrscheinlich hundertmal gehört.

00:58:12: Damals waren jetzt Dicken für mich vor allem das keinesvolle historische Hintergrundvolk für ein verschworenes und verschwundenes Schwert.

00:58:23: Nachdem wir gemeinsam über den Damen nach Tinochtitlern gegangen sind, mit dem Kano an den Chinampas vorbeigefahren sind.

00:58:30: Auf dem Markt von Tlatelolko-Standen, Händler, Familien und Krieger kennengelernt haben und versucht haben zu verstehen warum diese Menschen glaubten in der fünften Welt zu leben ist das diesem Untergrund hoffentlich ein bisschen mehr geworden Und ich glaube deshalb liebe ich Geschichte.

00:58:48: Manchmal beginnt sie mit einem Schwert in einem Kinderhörspiel und plötzlich steht man mitten im Tinn noch die Klaren.

00:58:54: Also sind wir für heute am Ende!

00:58:57: Und ich hoffe unsere erste Reise nach Mittelamerika hat euch genauso gut gefallen wie mir.

00:59:02: Geschichte, Mythen, Legenden, Archäologie eigentlich eine ziemlich gute Mischung... ...und ich finde es immer so schade dass ich euch nicht alles erzählen kann.

00:59:12: Ich habe natürlich noch viel mehr gelesen über das Familienleben, über andere Mythen und Legenden über die Stellung der Frauen und das allgemeine Verhältnis der Geschlechter zueinander, bei verschiedenen Ritualen des Erwachsenwerdens.

00:59:25: Und über die Geburt.

00:59:27: auch über die einzelnen Herrscher gibt es unglaublich viele Geschichten, die ich euch gerne noch erzählt hätte aber dann müsste ich wahrscheinlich allein über die Arztheken ein Dreiteiler machen.

00:59:37: Deswegen habe ich mir für diese Folge einfach die Dinge ausgesucht, die mich besonders spannend fand und von denen ich dachte dass sie uns einen möglichst guten Einblick in diese Welt geben.

00:59:46: Wenn euch diese Folge gefallen hat, freue ich mich natürlich wie immer wenn ihr Justinava Geschichtspotkast abonniert.

00:59:52: Dem Podcast folgt und mir auf der Plattform eurer Wahl eine Bewertung dar lasst!

00:59:58: Und wenn ihr mich nochmal einmal mehr bei meiner Arbeit unterstützen möchtet könnt ihr mir bei Kofi diesmal ein Tequila ausgeben.

01:00:06: Historisch korrekt wäre eigentlich Pülke denn Tequila wie wir ihn heute kennen gab es bei den Mexikalen seiner destillierten Form noch nicht Aber ich hab keine Ahnung, ob es bei Kofi Pulke gibt.

01:00:17: Also nehmen wir Tequila!

01:00:19: Und natürlich gibt's wie immer noch einen kleinen historischen Fun-Fact Denn Pulke war bei den Mexikaner nicht einfach nur ein alkoholisches Getränk sondern hatte auch eine religiöse Bedeutung und mit Pulke und Trunkenheit war gleich eine ganze Gruppe von Gotthalten verbunden Die Kenzon Totttochtin.

01:00:38: Übersetzt bedeutet das ungefähr die Vierhundert Kaninchen.

01:00:41: Oh nein, das habe ich mir nicht ausgedacht.

01:00:43: Es gab in der arztikischen Vorstellungswelt tatsächlich vierhundert göttliche Kaninchen, die mit Pulke und verschiedenen Formen der Trunkenheit verbunden waren.

01:00:52: Wobei Vierhundert hier weniger bedeutet wir haben nachgezähltes und exakt Vier-Hundert sondern sinngemäß eine sehr große kaum überschaubere Zahl darstellen.

01:01:02: Und irgendwie gefällt mir diese Vorstellung sehr dass es offenbar für jede Form der Betrunkenheit das passende Kaninche gibt.

01:01:08: In diesem Sinne, trinkt verantwortungsvoll und sucht euch ein freundliches Kaninchen aus.

01:01:12: Und damit verabschiede ich mich für heute aus Tee noch die Klan!

01:01:16: Wir waren diesmal im Reich der Erztäken – und nächste Woche gehen wir alphabetisch vor und begeben uns auf die Spuren der Inka.

01:01:24: Schreibt mir doch gerne in die Kommentare auf Instagram unter atjust.anava.geschichtspodcast bei eurer Podcastplattform oder per Mail an JustAnAvaGeschichtsPodcast der Gmail.com wie ihr euch die Folge über die Azteken gefallen habt.

01:01:39: Und wenn diese Folge bei mir persönlich mit den drei Fragezeichen angefangen hat, würde ich mich natürlich auch dafür interessieren was ist denn eure Lieblingsfolge der drei Frage Zeichen?

01:01:47: Falls ihr sie hört!

01:01:49: Bis dahin macht es gut.

01:01:51: wir hören uns nächste Woche wieder Wenn wir wieder gemeinsam in den Strudel der Geschichte eintauchen.

01:01:56: tschau-tschau Literatur dieser Folge.

01:02:02: Meine drei wichtigsten Quellen für diese Folge waren Hans J. Brehm Die Aztecken Geschichte, Kultur und Religion aus der Reihe Zeh-Punktappung Beck wissen.

01:02:19: So wie verschiedene Veröffentlichungen und Objektbeschreibungen des mexikanischen Instituts und Nationale de Antropole de Historia Kurzina.

01:02:28: Die vollständige Literaturquellenliste findet sich wie immer in den Schonungs.

01:02:32: Danke fürs Zuhören!

01:02:34: Ciao.

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