Die Samurai

Shownotes

Was steckt wirklich hinter den Samurai? Waren sie ehrenhafte Krieger mit Katana und Bushidō oder ist vieles davon nur Mythos? In dieser Folge trennen wir Hollywood von der Geschichte und werfen einen Blick auf die wahre Welt der Samurai – zwischen Ehre und Legende.

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Transkript anzeigen

00:00:06: Just another Geschichte Podcast von einer an der Realität gescheiterten Historikerin.

00:00:14: Awe Salü und guten Tag, willkommen im Strudel der Geschichte!

00:00:18: Ich freue mich riesig dass ihr auch heute wieder dabei seid und wir sind tatsächlich schon bei der dritten Folge angekommen.

00:00:25: alle gut Dinge sind bekanntlich drei.

00:00:29: bevor wir loslegen möchte ich mich aber erst einmal ganz herzlich für die vielen lieben Nachrichten und das tolle Feedback zu meiner letzten Folge bedanken.

00:00:37: Ich habe mich wirklich über jede einzelne Rückmeldung gefreut.

00:00:40: Und ein ganz besonderes Dankeschön geht heute außerdem an Barbara und Hannah für jeweils einen Bubble Tea oder besser gesagt, für zwei Koffi-Schwenden!

00:00:49: Vielen vielen dank für eure Unterstützung.

00:00:51: das bedeutet mir wirklich viel.

00:00:54: Diesmal habt ihr mir zwar nicht ganz so viele Fragen geschickt.

00:00:57: Ich glaube, das liegt einfach daran dass die Folge über die Geschichte Japans ziemlich umfangreich war.

00:01:04: Aber etwas hat mich doch zum Schmunzeln gebracht.

00:01:07: Mehrere von euch haben mir geschrieben, dass sie den Podcast total gerne hören und dabei regelmäßig einschlafen.

00:01:14: Keine Sorge!

00:01:15: Das sah als Kompliment gemeint aber ihr habt geschrieben dass ihr meine Stimme so beruhigend findet.

00:01:20: also nehme ich jetzt einfach mal als großes Lob Und ich freue mich natürlich auch weiterhin über eure Nachrichten, Anmerkungen oder Themenvorschläge.

00:01:30: Und falls ihr euch fragt ob sich heute irgendetwas anders anhört Ja!

00:01:34: Ich habe endlich ein neues Mikrofon.

00:01:37: Ich hoffe also dass ihr mich heute noch etwas klarer hören könnt und die kleinen Tonprobleme der ersten Folge damit endgültig Geschichte sind.

00:01:47: Aber genug der Vorrede.

00:01:50: Wir bleiben heute nochmal in Japan Und bevor wir in das eigentliche Thema einsteigen, möchte ich euch eine kleine Geschichte von meiner Japan-Reise erzählen.

00:02:00: Keine historische Geschichte?

00:02:01: Einfach eine über die ich heute doch lachen muss!

00:02:05: Also meine Freunde und ich hatten damals eine Unterkunft in Tokio gebucht... ...und kurz bevor wir angekommen sind wurden wir warum auch immer plötzlich aus der Buchung geworfen und bis heute wissen wir nicht weshalb.

00:02:20: Also mussten wir uns ganz spontan eine neue Unterkunft suchen und meine Freundin fragte mich nur, ist ein Hostel für dich okay?

00:02:29: Und ich meinte ja klar überhaupt kein Problem.

00:02:32: Was wir beide allerdings nicht wussten es war ein Sechserzimmer!

00:02:37: Und dieses Zimmer war so klein dass sich mein Koffer nicht mehr richtig aufklappen konnte.

00:02:41: Ich musste ihn tatsächlich erst an die Wand lehnen und dann öffnen um überhaupt an meine Kleidung zu kommen.

00:02:47: also sagen wir mal so Minimalismus wurde dort definitiv gelebt.

00:02:52: Dafür muss ich allerdings auch sagen, obwohl die Bewohner selbst für die Reinigung verantwortlich waren war das Hostel erstaunlich sauber!

00:03:01: Diese zwei Nächte waren auf jeden Fall ein Erlebnis und über Tokio könnte ich wahrscheinlich auch irgendwann noch mal eine ganze eigene Folge machen.

00:03:09: aber heute soll es um etwas anderes gehen denn wir bleiben zwar in Japan Beschäftigen uns diesmal aber nicht mit der Geschichte des Landes, sondern mit einer Gruppe von Menschen die bis heute unsere Vorstellung von Japan geprägt haben wie kaum eine andere.

00:03:26: Mit den Samurai!

00:03:27: Oder besser gesagt mit den Mythen, die sich um sie ranken Denn vieles von dem was wir über Samurai zu wissen glauben stammt aus Filmen, Romanen oder Computerspielen.

00:03:38: Aber... Wie sah die Wirklichkeit eigentlich aus?

00:03:42: Tauchen wir also gemeinsam ein In den Strudel der Geschichte.

00:03:52: Hier splüten Treiben im Wind.

00:03:54: Im Morgengrauen steht ein einsamer Samurai auf einer Holzbrücke.

00:03:59: Langsam legt sich seine Hand auf den Griff des Katana.

00:04:03: Zwei Gegner stehen sich schweigend gegenüber.

00:04:07: Ein kurzer Blick, ein Heb.

00:04:09: Der Kampf ist entschieden.

00:04:12: Genauso stellen wir uns Samurai vor.

00:04:15: Das Problem ist nur Fast alles daran stimmt so nicht.

00:04:20: In der letzten Folge haben wir bereits gesehen, dass sich die Macht in Japan immer wieder verschoben hat.

00:04:25: Und genau mit dieser Entwicklung hängt auch die Entstehung der Samurai zusammen.

00:04:30: Am Anfang gab es nämlich gar keine Samurai.

00:04:33: Wenn der Kaisersoldaten brauchte wurden sie aus der bäuerlichen Bevölkerung eingezogen.

00:04:38: Jeder werfige Mann musste seine Ausrüstung weitestgehend selbst stellen – wer sich ein Pferd leisten konnte kämpfte zu Pferden alle anderen zu Fuß!

00:04:48: Doch dieses System funktionierte auf Dauer schlecht.

00:04:51: Viele Bauern hatten weder Interesse, noch ausreichend Ausbildung für den Kriegsdienst.

00:04:57: Außerdem wurden sie von ihren Vorgesetzten häufig eher als billige Arbeitskräfte eingesetzt, denn als Soldaten.

00:05:04: Deshalb begann Kaiser Kanmu Ende des achten Jahrhunderts das Her grundlegend umzubauen.

00:05:11: Zum einen fühlte er sich in seinem Palast in Haiangqiu tatsächlich sicher!

00:05:16: Zum anderen, und das war der wichtigere Punkt, wollte er das ineffiziente System der Wehrpflicht aufbrechen.

00:05:23: Und außerdem brauchte man gerade an den Grenzen vor allem im Norden berittene gut ausgebildete Truppen zur Verteidigung.

00:05:32: Statt großer Wehrflichtherre setzte er zunehmend auf kleinere, gut ausgebildete, berittende Kriegerverbände – und genau aus diesen Kriegern entwickelte sich nach und nach der Stand der Samurai.

00:05:46: Sie dienten zunächst den mächtigen lokalen Adeligen und Grundherren, den späteren Daimyo.

00:05:52: Und sie waren ihnen als Faseilen zur Treue verpflichtet.

00:05:56: Dabei unterschieden sie sich von den europäischen Rittern in einem wichtigen Punkt – der Samurai-Stand war anfangs deutlich durchlässiger!

00:06:05: Ein Samurai konnte durchaus selbst Land bewirtschaften, und umgekehrt war er zumindest in den Frühjahrhunderten möglich, als Vierger Krieger in den Stand der Samurai aufzusteigen.

00:06:16: Mit der Zeit wurden diese Krieger jedoch immer mächtiger.

00:06:20: Aus Beschützern wurden Herrführer, aus Herführern wurden die eigentlichen Machthaber Japans.

00:06:27: und schließlich stellte sich einer von ihnen den ersten Shogun – dem militärischen Herrscher, der fortan im Namen des Tenoriggierte.

00:06:38: Kommen wir nun nach der geschichtlichen Einordnung zum Ersten Mythos.

00:06:47: Zwei Samurai reiten mit hoher Geschwindigkeit aufeinander zu.

00:06:52: Im letzten Moment ziehen sie beide gleichzeitig ihr Katana.

00:06:55: Stahl trifft auf Stahl, Funken sprühen.

00:06:59: ein kurzer Kampf und der stärkere gewinnt.

00:07:03: Genauso zeigen es uns Filme und Serien – und genauso stellen sich die meisten Menschen einen Kampf zwischen Samurai vor!

00:07:11: Die Realität?

00:07:13: Wahrscheinlich hätten beide zunächst gar nicht zum Schwert gegriffen.

00:07:17: Denn die ersten Samurai waren v.a.

00:07:19: berittene Krieger Und wenn man einmal darüber nachdenkt, ergibt das auch Sinn.

00:07:24: Wer auf einem Pferd sitzt hat einen enormen Vorteil!

00:07:27: Er ist schneller, hat ein besseren Überblick über der Schlachtwelt und kann den Gegner bereits aus großer Entfernung angreifen.

00:07:34: Deshalb waren die wichtigste Waffe des Samurai über viele Jahrhunderte nicht das Katana sondern der Langbogen – Der Juni.

00:07:42: Kam der Gegner näher, griff man häufig zum Speer – dem Yari.

00:07:47: Das Schwert war oft eher eine Reservewaffe als die erste Wahl.

00:07:51: Das bedeutet übrigens nicht, dass das Katana unwichtig gewesen wäre – ganz im Gegenteil!

00:07:57: Es entwickelte sich zu einer der bekanntesten Waffen der Welt.

00:08:03: Allerdings halt nicht sofort.

00:08:06: Erst in der Edo-Zeit also während der langen Friedenszeit unter den Tokugawa Shogun wurde das Katanah zum eigentlichen Erkennungszeichen der Samurai.

00:08:16: Von nun an trugen sie das sogenannte Daishu also ein Schwerterpaar, das lange Katana und das kürzere Wakizashi.

00:08:25: Nur Samurai durften diese beiden Schwärter gemeinsam tragen – sie waren damit nicht nur bewaffnet sondern zeigten auch für jeden sichtbar ihren gesellschaftlichen Stand.

00:08:37: Vielleicht habt ihr schon einmal gehört dass ein Katana tausendfach gefaltet wurde?

00:08:42: Das stimmt im Prinzip!

00:08:43: Der Stahl wurde immer wieder erhitzt, gefalltet und ausgeschmiedet.

00:08:47: So entstand das typische Muster auf der Klinge.

00:08:50: Das geschah allerdings nicht, weil japanischer Stall grundsätzlich besser war als europäischer, sondern weil man so den damals verfügbaren Stall gleichmäßiger und belastbarer machen konnte.

00:09:02: Überhaupt lohnt sich der Vergleich mit Europa – oft hört man dass Katana sei die beste Waffe der Welt!

00:09:09: Historisch lässt sich das so nicht sagen.

00:09:11: Europäische Langschwärter und japanische Katanas wurden für unterschiedliche Kampfstile entwickelt.

00:09:17: Das Katana war also weder besser noch schlechter, sondern einfach für andere Anforderungen gebaut.

00:09:24: Auch die berühmten Samurai-Rüstungen sahen nicht immer so aus wie in den Filmen.

00:09:28: Die frühen Rüstungen bestanden aus vielen kleinen Eisen oder Lederplatten, die mit Seidenschnüren verbunden wurden.

00:09:35: Dadurch waren sie stabil und gleichzeitig sehr beweglich.

00:09:38: Genau das was ein berittener Bogenschütze brauchte!

00:09:48: wurden später häufig bei Zeremonien oder Repräsentationsausrüstungen getragen.

00:09:54: Wer übrigens eine Darstellung sehen möchte, die Kleidung, Grüstungen und das höfische Leben der Samurai erstaunlich authentisch zeigt, dem kann ich die Serie Shogun empfehlen.

00:10:04: Natürlich nimmt sie sich wie jede Verfilmung drab maturgische Freiheiten aber gerade bei der Ausstattung und Etikette haben die Produzenten sehr viel Wert auf historische Genauigkeit gelegt.

00:10:17: Und genau darin steckt eine kleine Ironie der Geschichte.

00:10:21: Ausgerechnet in dieser Zeit, in der viele Samurai kaum noch auf den Schlachtfeldern kämpften wurden ihre Schwärter zum wichtigsten Symbol ihres Standes und wenige Jahrhunderte später verschwanden selbst diese Schwärte aus dem Straßenbild.

00:10:37: Während der Meiji-Restauration wurde der Samurai-Stand abgeschafft.

00:10:42: Mit dem sogenannten Schwertverbot von eighteenhundertsechsohn-siebzig durften die ehemaligen Samurai ihre Schwerter in der Öffentlichkeit nicht mehr tragen.

00:10:51: Viele wurden Lehrer, Beamte, Unternehmer oder Offiziere der neuen Armee.

00:10:56: Die Menschen verschwanden also nicht aber das sichtbarste Erkennungszeichen der Samurai verschwand.

00:11:03: und genau deshalb ist das Bild dass wir heute von einem Samurai im Kopf haben zwei Schwärter am Gürtel und das Katana steht skriftbereit, historisch eigentlich nur für einen vergleichsweise kurzen Abschnitt ihrer fast tausendjährigen Geschichte wirklich typisch.

00:11:20: Und?

00:11:21: Bereit für Mythos Nummer zwei Ein Samurai kniet vor seinem Herrn.

00:11:31: Mein Leben gehört euch.

00:11:33: Ohne zu zögern würde er für ihn sterben.

00:11:36: Treue bis in den Tod.

00:11:39: Genauso stellen wir uns Bushido vor.

00:11:43: Aber gab es diesen ehren Kodex damals überhaupt schon?

00:11:47: Wahrscheinlich kennen viele von euch die Geschichte der siebenundvierzig Ronin.

00:11:52: Im Jahr seventeenhunderteins wird der Fürst Asano Naganori nach einem Zwischenfall am Hoftschogun zum Sepoku gezwungen, also zum ritualisierten Selbstmord.

00:12:04: Seine Samurai verlieren damit ihren Herrn und werden zu sogenannten Ronin herrenlosen Samurai.

00:12:12: Fast zwei Jahre später rechen sieben und vierzig von ihnen den Tod ihres Fürsten, obwohl Sie genau wissen dass sie anschließend selbst zum Tode verurteilt werden.

00:12:23: Auch sie begehen schließlich Sepuku.

00:12:26: Bis heute gilt diese Geschichte als Inbegriff von Loyalität, Pflichtgefühl und Opferbereitschaft also genau jener Werte die wir mit dem Bushido verbinden.

00:12:37: doch so einfach ist es leider nicht Denn den einen Bushido gab es zunächst gar nicht.

00:12:44: Natürlich hatten so Moray schon früh Vorstellungen von Ehre, Loyalität und Pflichterfüllung – sie sporen ihren Herren die Treue und erwarteten im Gegenzug Schutz und Versorgung.

00:12:56: Aber diese Werte waren nirgends in einem allgemeingültigen Regelwerk festgeschrieben.

00:13:01: Vieles entwickelte sich regional unterschiedlich und veränderte sich über die Jahrhunderte.

00:13:07: Der Begriff Bushido Also Weg des Kriegers taucht zwar bereits zu Beginn der Edo-Zeit in Quellen auf.

00:13:14: Das Bild, das wir heute davon haben entstand jedoch erst nach und

00:13:18: nach.".

00:13:19: Und genau das ist der entscheidende Punkt!

00:13:22: Ausgerechnet in der E do Zeit als Japan über zweihundertfünfzig Jahre weitgehend friedlich war standen viele Samurai plötzlich vor einem Problem – es gab kaum noch Kriege.

00:13:33: Statt auf dem Schlachtfeld arbeiteten viele nun als Beamte, Verwalter oder Hofangestellte.

00:13:39: Manche verschuldeten sich, andere verbrachten ihre Zeit in den Vergnügungsvierteln der Städte.

00:13:44: Zeitgenossen beklagten einen moralischen Verfall des Samurai-Standes.

00:13:49: Deshalb entstanden immer mehr Schriften darüber wie ein richtiger Samurai eigentlich sein sollte.

00:13:56: Bushido war also nicht nur eine Beschreibung dessen, wie Samurai tatsächlich lebten – es war auch ideal!

00:14:05: Eine Vorstellung davon, wie sie leben sollten….

00:14:09: Im Mittelpunkt standen Werte wie Loyalität, Pflichterfüllung, Selbstbeherrschung Bescheidenheit und die Bereitschaft das eigene Leben für seinen Herrn einzusetzen.

00:14:20: Dabei spielte auch der Zen-Buddismus eine wichtige Rolle.

00:14:23: Durch Meditation und Selbstdisziplin sollte der Mensch lernen sich weder anders leben noch an den Tod zu klammern.

00:14:31: Wer seine Angst vor dem Tod überwand konnte seine Pflicht erfüllen ohne von Furcht beherrscht zu werden.

00:14:38: Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Samurai tatsächlich nach diesen Idealen lebte.

00:14:44: So wie nicht jeder Ritter des europäischen Mittelalters den höfischen Tugenden entsprach, hielten sich auch nicht alle Samurai an den hohen moralischen Anspruch des Bushido und genau deshalb müssen wir zwischen Mythos und Wirklichkeit unterscheiden.

00:14:59: Unsere Vorstellung von Bushido wird vor allem durch das Buch Bushido Soul of Japan.

00:15:06: Dieses verfasste er, auf Englisch und verbreitete so die Idee des idealen Samurai auch in der westlichen Welt.

00:15:15: Bushido war weniger ein Gesetzbuch für alle Samurai als vielmehr ein Idealbild – einen Leitfaden dafür wie ein Samurai sein sollte!

00:15:24: Vielleicht ist es also kein Zufall das ausgerechnet die berühmteste Geschichte über Bushido aus der Edo-Zeit stand, also genau aus jener Epoche, in der man begann dieses Ideal besonders stark zu betonen?

00:15:37: Doch es warten noch weitere Mythen.

00:15:40: Gehen wir weiter zu Mythos Nummer drei!

00:15:46: Ein Samurai hebt ein kleines Kind auf, hilft einer alten Frau über die Straße und beschützt die Schwachen.

00:15:54: Er ist höflich gerecht und würde niemals einen Schwächeren angreifen – kurz gesagt ein japanischer Ritter.

00:16:02: Schön wär's gewesen denn Samurai waren vor allem eins Menschen.

00:16:08: Natürlich spielten Loyalität und Pflichtgefühl eine große Rolle.

00:16:11: Darüber haben wir ja gerade beim Bushido gesprochen, aber Loyalitet bedeutet nicht automatisch dass jeder Samurai moralisch handelt.

00:16:20: auch unter Samurai gab es Ehrgeiz Machtstreben Verrat und politische Intrigen.

00:16:26: eigentlich reicht schon ein Blick in die Geschichte Japans.

00:16:29: Im zwölften Jahrhundert kämpften die mächtigen Familie der Taira und Minamoto um die Vorherrschaft.

00:16:36: Am Ende setzte sich Minamoto no Yoritomo durch.

00:16:39: Und auch innerhalb der eigenen Familie machte man nicht Halt, denn selbst der berühmte Samurai Japans wurde nicht von einem äußeren Feind besiegt sondern durch den Machtkampf innerhalb der Familienfamilie.

00:16:50: Denn der Bruder von Minamoto No Yuritomo, Minamoto-no Yoshizune war der brillante Feldherr, der die Taira entscheidend besiegte und beim Volk bis heute als tragischer Held gilt.

00:17:04: Sein älterer Bruder Yoritomo misstraute ihm jedoch, erklärte ihn zum Feind und zwang ihn schließlich zum Sepoku bzw.

00:17:11: in den Tod.

00:17:13: Yoshizune wurde zur Legende, Yuritomu zum ersten Shogun.

00:17:18: Er leitete damit eine Entwicklung ein, in der die eigentliche politische Macht immer stärker vom Tenno auf den militärischen Herrscher überging.

00:17:27: Das zeigt bereits Samurai waren nicht nur loyale Diener.

00:17:31: Sie wurden selbst zu den mächtigsten Politikern des Landes.

00:17:34: Und auch später bestimmten Machtkämpfe die Geschichte.

00:17:38: Während der Tsengoku-Zeit, also der Zeit der kämpfenden Reiche bekämpften sich die Daimo über Jahrzehnte hinweg.

00:17:46: Bündnisse wurden geschlossen und wieder gebrochen.

00:17:48: Verrat gehörte fast zum politischen Alltag.

00:17:51: Ein berühmtes Beispiel ist Oda Nobunaga.

00:17:54: Er war der erste der drei Reichseiniger und stand kurz davor Japan unter seiner Herrschaft zu vereinen.

00:18:00: Doch eighteenhundertzweiundfünfzig wurde er von seinem eigenen Vaseilen Akechi mit Zushide verraten und zum Selbstmord gezwungen.

00:18:09: Erst Toyotomi Hideyoshi besiegte den Verräter wenige Tage später, und setzte die Einigung Japans fort.

00:18:16: Solche Geschichten zeigen – selbst die engsten treue Verhältnisse konnten zerbrechen wenn Macht, Ehrgeiz oder persönliche Interessen ins Spiel kamen!

00:18:25: Auch nach den Mongolien-Invasionen Ende des dreizehn Jahrhunderts kam es zu Spannungen.

00:18:31: Zwar hatten die Samurai das Land erfolgreich verteidigt, doch weil kein feindliches Gebiet erobert werden konnte, gab es auch keine Beute und keine neuen Länder reinzuverteilen.

00:18:42: Viele Krieger fühlten sich um ihren Lohn gebracht.

00:18:45: Diese Unzufriedenheit trug später mit zum Niedergang des Kamakura Shogunats bei.

00:18:50: Das bedeutet natürlich nicht!

00:18:52: dass es keine loyalen oder ehrenhaften Samurai gegeben hätte.

00:18:57: Die Brünten-Siebenundvierzig Ronin zeigen, das solch ideale durchaus gelebt wurden – aber sie waren eben nicht die ganze Wahrheit!

00:19:05: Samurai waren weder heilige noch eleritter aus einem Märchen.

00:19:10: Sie waren Soldaten, Beamte Politiker und Angehörige einer militärischen Elite Und wie jede politische Elite ihrer Zeit waren auch sie in Machtkämpfe, Intrigen und eben manchmal auch Verrat entwickelt.

00:19:26: Wenn viele, wenn Filme wie The Last Samurai den Samurai als den stets edlen selbstlosen Krieger zeigen dann greifen sie einen Teil dieser Geschichte auf nämlich das Ideal.

00:19:38: die historische Wirklichkeit war wieso oft deutlich komplizierter.

00:19:43: Und schon kommen wir zum vierten Mythos ein Samurai kniet in einem weißen Kimono vor ihm liegt ein kurzer Dolch Neben ihm wartet bereits der Kai Schakunin.

00:19:59: Im Hintergrund blühen die Kirschbäume.

00:20:03: Genau dieses Bild kennen wir aus Filmen und Serien, aber wie oft kam das tatsächlich vor?

00:20:10: Wenn man Samurai-Filme schaut oder historische Romane liest könnte man fast glauben jeder Samurai habe sein Leben irgendwann durch Sepoku beendet.

00:20:19: Die Wirklichkeit sieht deutlich anders aus.

00:20:21: Tatsächlich kamen Sepoku vergleichsweise selten vor und wenn es geschah, dann oft nicht freiwillig sondern weil es von außen angeordnet wurde.

00:20:31: Zunächst einmal müssen wir verstehen warum es den Sepuku überhaupt gab.

00:20:35: seine Ursprünger liegen vermutlich im zwölften Jahrhundert also in den Kämpfen rund um die Entstehung des Kamakura Shogunats.

00:20:43: ganz genau lässt sich das heute allerdings nicht mehr nachvollziehen.

00:20:47: Aus den Kriegserzählungen dieser Zeit wissen wir jedoch, dass manche Feldherren lieber den Freitod wählten als lebend in die Hände des Feines zu geraten.

00:20:57: Ob das tatsächlich nur der Erhalt der Ehre war oder auch die Angst vor Folter, Demütigung und Gefangenschaft eine Rolle spielte lässt sich heute kaum beantworten.

00:21:10: Fest steht aber – Die Samurai entwickelten eine andere Haltung zum Tod als der Hof Adel in Kyoto.

00:21:17: Während der Tod im höhfischen Leben häufig als etwas Unreines galt, das ganze Palastanlagen unbewohnbar machen konnte war der Tod für viele Samurai auch unter dem Einfluss des Senbudismus ein natürlicher Teil des Lebens.

00:21:32: Wer den Tod akzeptierte, konnte seine Pflicht erfüllen ohne von der Angst vor dem Sterben beherrscht zu werden.

00:21:39: Doch auch der Sepuku veränderte sich mit der Zeit.

00:21:42: Während der langen Friedenszeit der Edo-Zeit gab es kaum noch Schlachten, auf denen ein Samurai einen ehrenvollen Tod hätte sterben können.

00:21:50: Stattdessen entwickelte sich der Serpuku immer stärker zu einer besonderen Form der Todesstrafe für hochrangige Samurai.

00:21:58: Es galt als Ehren voller als eine gewöhnliche Hinrichtung.

00:22:02: Auch die Durchführung änderte sich.

00:22:04: Der Verurteilte führte den Schnitt häufig nur noch symbolisch aus oder deutet ihn lediglich an.

00:22:11: Unmittelbar.

00:22:12: danach enthauptete ihn der Kai-Shak Kunin, um unnötiges Leiden zu verhindern.

00:22:18: Daneben gab es noch eine besondere Form des Seppuku nämlich den Junshi die sogenannte Todesgefolgschaft.

00:22:26: dabei folgt ein Basal seinem verstorbenen Herrn freiwillig in den Tod.

00:22:32: gerade im Mittelalter galt das als Ausdruck höchster Loyalität.

00:22:36: In einigen Fällen nahmen sich sogar zahlreiche Gefolgsleute gemeinsam das Leben.

00:22:41: Ein berühmtes Beispiel ist der Untergang des Kamakurashogunats im Jahr thirteenhundertdreiunddreißig, als sich Hojo Takatoki gemeinsam mit hunderten seiner Anhänger das Leben nahm.

00:22:53: Doch genau diese Praxis bereitete späteren Regierungen große Sorgen – jeder Totosamorei bedeutete schließlich auch den Verlust eines erfahrenen Beamten oder Offiziers!

00:23:04: Deshalb wurde Jungie unter den Tukugawa schließlich verboten.

00:23:08: Wer seinem Herrn trotzdem in den Tod folgte, musste damit rechnen dass seine Familie mit dem Tod bestraft wurde.

00:23:14: Damit entstand ein tragischer Konflikt.

00:23:17: Folgte man seinem Herrn gefährdete man die eigene Familie.

00:23:20: blieb man am Leben galt das manchen Zeitgenossen als Mangel an Loyalität.

00:23:24: einen einfachen Ausweg gab es nicht und tatsächlich verschwand diese Vorstellung selbst mit dem Ende der Samurai nicht vollständig.

00:23:33: Als Kaisamiji-Ninzehundertzwölf starb, begingen General Nuki Marisuke und seine Ehefrau aus Loyalität zu ihrem Tennojonshi.

00:23:43: Obwohl diese Praxis zu diesem Zeitpunkt längst verboten und eigentlich Geschichte war.

00:23:49: Und auch General Kurishika Anami der japanische Kriegsminister während des Zweiten Weltkrieges stellte sich in die Tradition der Samurai.

00:23:58: Nach der Entscheidung Kaiser Hirohitos zur Kapitulation, beging er am fünften August, nineteen hundert und vierzig Sepoku.

00:24:08: Sepoku gehört also zweifellos zu Geschichte der Samurai aber es war nie der alltägliche Abschluss eines Samurai-Lebens als den Filme ihn oft darstellen.

00:24:19: Es war eine außergewöhnlich Handlung für außergewönliche Situationen Und genau deshalb ist sie bis heute so präsent an unserem Bild der Samurai.

00:24:28: Und nun machen wir weiter mit Mythos Nummer fünf.

00:24:36: Ein Samurai betritt den Markt, aufrecht würde voll zwei Schwerte am Gürtel ein edles Seiden gewandt Die Händler verbeugen sich.

00:24:46: Dann bleibt er vor einem Reishändler stehen.

00:24:49: Könnte ihr mir noch einmal etwas leihen?

00:24:52: Ein seltsames Bild.

00:24:53: Schließlich gehören Samurai doch zur höchsten gesellschaftlichen Schicht Japans oder etwa nicht?

00:25:00: Tatsächlich waren viele Samurai gegen Ende der Edo-Zeit alles andere als wohlhabend und ausgerechnet ihr größter Erfolg war dafür mitverantwortlich.

00:25:10: Denn nachdem die Tokugawa Japan zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts geeint hatten, begann eine über zweihundfünfzig Jahre andauernde Friedenszeit.

00:25:19: Für die Bevölkerung war das ein Segen!

00:25:22: Für viele Samurai jedoch wurde es zum Problem – Sie waren Krieger.

00:25:26: Doch plötzlich gab es kaum noch Kriege.

00:25:28: Statt auf dem Schlachtfeld arbeiteten viele nun als Beamte, Verwalter oder Hofangestellte.

00:25:33: Sie erhielten dafür ein festes Einkommen häufig in Form von Reis.

00:25:38: Währenddessen veränderte sich die japanische Wirtschaft.

00:25:41: Händler und Handwerker verdienten immer mehr Geld.

00:25:44: Neue Luxusgüter kamen auf den Markt.

00:25:47: Die Städte – allen voran Edu – wuchsen rasant!

00:25:51: Und viele Samurai wollten an diesem Leben teilhaben.

00:25:55: Sie kauften teure Kleidung, lebten in den Städten und pflegten ein Lebensstil, der zu ihren Einkünften oft gar nicht mehr passte.

00:26:03: Gleichzeitig führten Naturkatastrophen Inflation- und sinkende Reißzahlungen dazu, dass ihre finanzielle Lage immer schwieriger wurde.

00:26:12: Viele Samurai mussten Schulden machen – ausgerechnet bei Kaufleuten also bei genau jener gesellschaftlichen Schicht die offiziell unter ihnen stand.

00:26:23: Manche Samurai verschuldeten sich so stark das sie schließlich ihren sozialen Rang aufgaben und lieber als Handwerker oder Händler arbeiteten.

00:26:30: Umgekehrt konnten wohlhabende Kaufläufe, Kaufleute durch Adoptionen oder den Kauf von Ämtern in Samurai Familien aufsteigen.

00:26:40: Die Grenzen zwischen den Ständen wurden damit wieder durchlässiger.

00:26:44: die Regierung versuchte zwar mit zahlreichen Reformen gegenzusteuern doch Korruption, Misswirtschaft und die wachsenden Schulden ließen sich nicht mehr aufhalten.

00:26:55: so geriet der einst mächtigste Stand Japans immer tiefer in die Krise.

00:27:01: Und genau in diesem Moment geschah etwas, das Japan für immer verändern sollte.

00:27:06: Im Jahr eighteenhundertdreiundfünfzig erschien vor der Küste Japans vier fremde Kriegsschiffe schwarz gestrichen angetrieben von Dampfkraft.

00:27:18: Die Japaner nannten sie nur die Schwarzen Schiffe und mit ihnen begann das letzte Kapitel der Samurai.

00:27:30: Maschinengewehre Ratan Pferdes stürzen, Samurai fallen einer nach dem anderen.

00:27:36: Genau dieses Bild kennen viele aus The Last Samurai.

00:27:40: und tatsächlich endet die Zeit der Samurai.

00:27:44: aber die Samurai selbst, die verschwanden keineswegs.

00:27:49: doch wie sind wir überhaupt in diese Szene geraten?

00:27:52: Dafür müssen wir noch einmal ins Jahr eighteenhundertdreiundfünfzig zurückkehren.

00:27:56: vor der Küste Japans erscheinen vier amerikanische Kriegsschiffe schwarz gestrichen angetrieben von Dampfkraft.

00:28:04: Die Japaner nennen sie nur die Schwarzen Schiffe, mit ihnen endet die jahrhundertlerlange Abschottung Japans.

00:28:11: Das Tokugawa Shogunate erkennt schnell dass es militärisch hoffnungslos unterlegen ist.

00:28:18: Ein Jahr später wird Japan gezwungen Handels- und Freundschaftsverträge mit den Vereinigten Staaten zu schließen.

00:28:24: Doch nicht alle akzeptieren diese Entwicklung.

00:28:26: Gerade viele Samurai empfinden die Öffnung des Landes als Demütigung.

00:28:31: Vor allem in den südwestlichen Provinzen entstehen Gruppen, die den Einfluss des Westens mit Gewalt zurückdrängen wollen.

00:28:38: Einige verüben Attentate auf ausländische Diplomaten und Händler, andere träumen davon, den Tenu wieder zum eigentlichen Herrscher zu machen und die Macht des Shogunats zu brechen.

00:28:48: Ausgerechnet diese Samurai – die Jahrhunderte lang das Tokugawa-Shogunat getragen hatten – tragen nun zu seinem Untergang bei!

00:28:56: Mit der Meji-Restauration beginnt schließlich ein völlig neues Kapitel der japanischen Geschichte.

00:29:01: Die neue Regierung modernisiert das Land mit erstaunlicher Geschwindigkeit.

00:29:06: Eine allgemeine Wehrpflicht ersetzt die Samurai-Arminen, westliche Uniform lösen die traditionelle Kleidung ab.

00:29:13: Um eighteenhundertsechsundsiech wird den ehemaligen Samurai sogar das öffentliche Tragen ihrer Schwärter verboten.

00:29:20: Für viele war genau das die größte Demütigung – nicht der Verlust ihres Einkommens, sondern der Verlust dessen, woran sie jeder sofort erkannte.

00:29:33: Ihre Schwärter und sogar ihre traditionelle Frisur verschwindet.

00:29:38: Manche ehemalige Samurai akzeptieren diese Veränderung andere greifen ein letztes Mal zu den Waffen.

00:29:49: Die Rebellion wird niedergeschlagen, Saigo begeht Zepuku.

00:30:04: Bis heute gilt er vielen als der letzte Samurai und genau auf seiner Geschichte basiert Salas Samurai Lose auch wenn der Film philosophizialisiert.

00:30:15: Damit endet die Geschichte der Samurai jedoch nicht denn verschwunden sind sie nie.

00:30:19: viele ehemalige Samurai wurden Lehrer andere Beamte Politiker Unternehmer Ingenieure oder Offiziere der neuen Armee.

00:30:29: Der Staat unterstützte sie sogar beim Neuanfang, etwa durch Landerschlissungsprogramme, Investitionen in neue Unternehmen oder Kredite für wirtschaftliche Projekte.

00:30:40: Die Samurai legten also ihre Schwerte ab aber sie blieben ein wichtiger Teil der japanischen Gesellschaft und vielleicht liegt genau darin die größte Ironie ihrer Geschichte nicht die Schlacht von Shiroyama, nicht das Schwertverbot.

00:30:57: Nicht einmal die Abschaffung ihres Standes bedeutet ihr Ende.

00:31:00: Die Samurai verschwanden nicht, sie hörten nur auf als Samurai erkennbar zu sein und trotzdem faszinieren Sie uns bis heute.

00:31:32: Er schrieb es, nachdem er die Ruhe in ihn einer ehemaligen Samurai-Festung besucht hatte.

00:31:37: Und eigentlich beziehte sich auf die Kämpfe zwischen den Brüdern Minamoto no Yuritomu und Minamoto No Yoshizune.

00:31:45: Aber ich finde das passt auch wunderbar zum Ende dieser Folge.

00:31:48: Die Träume der Krieger sind vergangen Geblieben sind Geschichten, gebliebenen sind Legenden.

00:31:55: Vielleicht ist genau das der Grund warum uns Samurai bis heute faszinieren.

00:31:59: Nicht weil sie perfekt sind, nicht weil Sie immer ehrenhaft gehandelt haben.

00:32:04: Sondern weil sie für etwas stehen, wo sich viele Menschen bis heute sehen.

00:32:07: Loyalität, Disziplin, Pflichtgefühl und die Bereitschaft für etwas Größeres einzustehen Auch wenn die Wirklichkeit wie wir heute gesehen haben sehr viel komplizierter war.

00:32:19: Ich hoffe jedenfalls ich konnte euch einen kleinen Einblick in diese faszinierende Welt geben Und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt euch noch intensiver mit Samurai zu beschäftigen Dann kann ich euch ein paar Dinge empfehlen.

00:32:31: Also, The Last Samurai ist trotz seiner historischen Freiheiten wirklich ein großartiger Film.

00:32:38: Wenn man nach dieser Folge nochmal hineinschaut, entdeckt man vielleicht einige Dinge die einem vorher gar nicht so aufgefallen sind.

00:32:47: Erzählt die wohl berühmteste Geschichte über Loyalität und Bushido wenn auch ebenfalls sehr frei interpretiert allerdings mit Keanu Reeves was auf jeden Fall am Pluspunkt ist.

00:32:59: Einen meiner persönlichen Lieblingsfilme möchte ich euch dann ebenfalls noch empfehlen.

00:33:03: Nämlich Ronin aus den Neunzelhörd neunziger Jahren!

00:33:07: Mit Samurai hat dieser Film eigentlich nichts zu tun, aber der Zitel bezieht sich viel mehr auf die ehemaligen Geheimagenten des Kalten Krieges, die nach dessen Ende plötzlich herrenlos geworden sind eben wie Ronin.

00:33:22: Und wenn ihr möglichst nah an der historischen Wirklichkeit bleiben möchtet, dann lege ich euch die Serie Shogun ans Herz.

00:33:29: Auch sie nimmt sich künstlerische Freiheiten aber Ausstattung, Kleidung und das höfische Leben der Samurai sind beeindruckend authentisch umgesetzt.

00:33:41: Die Serie beruht ja auf einem Buch – Shogún?

00:33:44: Das habe ich ebenfalls gelesen, das ist vielleicht nicht für jeden was es in zweitausend Seiten Aber ich kann es tatsächlich auch empfehlen, das einfach mal zu lesen.

00:33:53: Es ist tatsächlich sehr, sehr spannende Lektüre und geht natürlich noch tiefer als die Serie kann.

00:34:00: Genau bevor wir Schluss machen habe ich noch eine kleine Ankündigung.

00:34:03: nächste Woche gibt es leider keine neue Folge denn Ich bin im wohlverdienten Sommerurlaub Und zwar in wunderschön Frankreich.

00:34:11: aber keine Sorge!

00:34:12: Die Woche darauf reisen wir noch ein letztes Mal gemeinsam nach Japan Und danach geht es tatsächlich auch hier im Podcast nach Frankreich.

00:34:21: Da freu ich mich schon drauf und wenn euch die Folge gefallen hat, freue ich mich natürlich riesig, wenn ihr den Podcast abonniert oder ihm eine Bewertung auf eurer Lieblingsplattform dalasst.

00:34:33: Wenn ihr mich darüber hinaus unterstützen möchtet könnt ihr mir gerne bei Kofi einen Cider ausgeben.

00:34:41: Und weil wir hier schließlich in einem Geschichtspotkrass sind, gibt es auch natürlich dazu einen kleinen Historischen Fun Fact.

00:34:47: Bereits Herodott erwähnte im fünften Jahrhundert vor Christus ein vergorenes Getränk aus Rüchten.

00:34:53: Der heute bekanntes Cider bzw.

00:34:55: Apfelwein entwickelte sich allerdings erst deutlich später und wurde vor allem in Regionen wie der Normandie, der Britanie und Südenglern zu einem festen Bestandteil der Alltagskultur.

00:35:06: Auch bei uns gibt es mit Apfelwein oder Ebbelboy, oder Eppla eine lange Tradition.

00:35:12: Und vielleicht stoße ich ja nächste Woche in Frankreich mit einem Glas Heider auf euch an und bis dahin wünsche ich euch eine wunderschöne Zeit!

00:35:20: Ich freue mich schon darauf, mit euch auch das nächste Mal wieder gemeinsam in den Strudel der Geschichte einzutauchen Wenn ihr Fragen habt, Themenvorschläge oder einfach Lust habt über Geschichte zu quatschen findet ihr mich auf Instagram unter just.anava.geschichtspotcast.

00:35:36: Schreibt mir gerne.

00:35:37: Ich freue mich immer über eure Nachrichten.

00:35:41: Bis zum nächsten Mal Macht's gut und ciao!

00:35:45: Die Quellen dieser Folge Für diese Folge habe ich mich vor allem an Wolfgang Schwendker Die Samurai sowie an Florian Kulmers und Judith Stilpas, die einhundert-eins wichtigsten Fragen Japan orientiert.

00:35:58: Ergänzend habe ich weitere wissenschaftliche Literatur und Fachaufsätze zu einzelnen Epochen herangezogen.

00:36:03: Musik und Bilder stammen wie immer von Pixar Bay.

00:36:06: Vielen Dank fürs Zuhören!

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